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Influenza und Flucht

Enge in den Kinderkliniken

Münster

Grippe, aber auch die Flüchtlingswelle – beide sorgen für Enge in den Kinderkliniken.

Günter Benning

Jetzt ist wieder die Zeit der heftigen Erkältungen. Foto: Colourbox

In Münsters Kinderkliniken ist es eng. Im Franziskus wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die Intensivstation „abgemeldet“, da alle Beatmungsgeräte belegt waren. Chefarzt Dr. Michael Böswald relativiert allerdings: „Das kommt im Herbst immer vor.“

Wenn eine Klinik etwa in der intensivmedizinischen Abteilung voll belegt ist, meldet sie sich bei der Feuerwehr ab, damit Notfälle sofort zu anderen Krankenhäusern gebracht werden. In der normalen Kinderklinik konnten alle Kinder aufgenommen werden, so Böswald.­

Eng ist es aber auch in der Uniklinik. Klinik-Sprecherin Marion Zahr erklärt, dass täglich zehn neue Patienten kämen. Aber es würden auch zehn Patienten entlassen. Sie nennt Gründe: Die übliche Welle von Infektionskrankheiten, mit der man im Herbst immer rechne. Es gebe aber auch ein erhöhtes Aufkommen erkrankter Flüchtlingskinder, die sich auf ihrer Reise oftmals Lungenerkrankungen zugezogen hätten. Das seien Patienten, die es so in den vergangenen Jahren nicht gegeben habe.

Michael Bührke vom Clemenshospital erklärt: „Bei uns ist es voll, aber wir sind noch nicht überfüllt. Die Raphaelsklinik hat keine Kinderstation.“

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