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Ex-Sparda-Bank-Chef

Enrico Kahl akzeptiert die Strafe – aber eine Frage bleibt strittig

Münster

Das Urteil gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Sparda-Bank Münster, Enrico Kahl, ist weitgehend rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung verzichten auf Rechtsmittel gegen die Strafe. Einen weiteren Aspekt des Urteils muss offenbar der Bundesgerichtshof (BGH) klären.

Von Gunnar A. Pier

Enrico Kahl (links) akzeptiert Verurteilung und Strafe. Doch gegen die Einziehung des Geldes, um das er sich bereichert hat, will er gemeinsam mit seinem Anwalt Christoph Lepper vorgehen. Foto: Gunnar A. Pier

Die 20. Große Strafkammer des Landgerichts in Münster hatte den 64-Jährigen vor anderthalb Wochen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und 300 Sozialstunden verurteilt. Außerdem ordnete das Gericht die Einziehung von 197.365,24 Euro an – das ist der Betrag, um den sich Enrico Kahl persönlich bereichert haben soll. Der einst überaus erfolgreiche Bankchef hatte vor Gericht eingeräumt, über Jahre systematisch unter anderem erhebliche private Kosten als Spesen abgerechnet zu haben sowie Vorstandskollegen und Aufsichtsräte mit Geschenken, Feiern und Reisen bedacht zu haben, die gegen die Regeln der Bank verstießen. 2015 verlor er deshalb über Nacht seinen Job.

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