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Plattdeutsche Lieder, Prozession und Dreschtag

Erntedank auf dem Mühlenhof erstmals ökumenisch gefeiert

Münster

Große Tradition, aber auch einige Neuerungen kennzeichneten den diesjährigen Erntedanktag auf dem Mühlenhof. Am auffallendsten war dabei sicherlich die erstmals ökumenisch gefeierte Prozession – ein Wunsch der Mitglieder des Verein De Bockwindmüel.

-hpe-

Am Sonntagmorgen zog die Prozession zum Auftakt des Erntedankfestes durch das Freilichtmuseum. Unser Bild zeigt die Station an der Mühlenhof-Madonna. Foto: hpe

Erntedank auf dem Mühlenhof hat Tradition – und trotzdem gab es gestern eine Premiere zu feiern. Erstmals wurde die kleine Prozession zum Fest ökumenisch zelebriert. Neben dem katholischen Geistlichen Hendrik Drüing begleitete der evangelische Pfarrer Jochen Hamer die Gläubigen am frühen Morgen auf dem Weg zu den einzelnen Stationen im Freilichtmuseum.

Mühlenhof-Chefin Anne Wieland: „Wir setzen damit einen Beschluss der Mitgliederversammlung um und machen auch künftig kirchliche Feierlichkeiten für beide Konfessionen erlebbar.“

Prozession mit plattdeutschem Liedgut

Die Prozession mit plattdeutschem Liedgut startete an der Bischof-Tenhumberg-Gedächtniskapelle vor dem Eingang zum Mühlenhof, bevor man sich „up‘n Padd“ zur Niedüör des Gräftenhofes und der Madonna machte.

Überall begeisterte der liebevoll ausgelegte Blumenschmuck, für den seit mehr als zwei Jahrzehnten Ulla Flacke (82) verantwortlich zeichnet. Nach einer weiteren Gebetsstation an der Kapelle versammelten sich die Prozessionsteilnehmer zu einer abschließenden Niederdeutschen Messe im Gräftenhof.

Tombola soll gemeinnützige Arbeit unterstützen

Zum 60-jährigen Bestehen des Museums wurde erstmals eine Tombola durchgeführt, mit dem Erlös soll die gemeinnützige Arbeit unterstützt werden.

Ein weiterer Höhepunkt des Erntedanktages war dann am frühen Nachmittag der Dreschtag mit der Landjugend aus Albachten. Erntekörbe wurden geweiht, anschließend wurde mit dem Dreschkasten und Flegeln wie schon vor Jahrzehnten gedroschen.

Auch eine historische Roggensorte säten Erntehelfer nach „Großväter Sitte“ ein. Weil das Wetter optimal mitspielte, kamen viele Besucher zum Traditionsfest.

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