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Großprojekt „Forschungsfertigung Batteriezelle“

Erster Spatenstich für Fabrik für Energie-Souveränität

Münster

Aus dem Plan für ein national einzigartiges Transferprojekt wird Realität: Der Bau der "Forschungsfertigung Batteriezelle" in Münster hat mit dem ersten Spatenstich begonnen.

Von Karin Völker

Der erste Bagger ist da: Der Bau der Batterieforschungsfabrik hat begonnen. Foto: Matthias Ahlke

Im Gewerbegebiet Hansa-Business-Park in Münster-Amelsbüren ist am Dienstag der Startschuss für ein technologisches Großprojekt gefallen, das Deutschlands Souveränität auf dem Energiesektor nachhaltig stärken soll. Diesen Aspekt betonte nicht nur NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart beim ersten Spatenstich für die „Forschungsfertigung Batteriezelle“, kurz FFB.

Hier entwickeln Wissenschaftler neben neuen Batteriezellen auch deren Produktion – in Zusammenarbeit mit der Industrie. Die Federführung bei der Umsetzung des Projekts, das vom Bund mit einer halben Milliarde Euro und zusätzlich vom Land NRW mit bis zu 180 Millionen Euro gefördert wird, hat die Fraunhofer-Gesellschaft. Sie hat in Münster nun ein neues Institut für die Forschungsfabrik gegründet – „Neuland“ für die Spitzenforschungsorganisation, wie deren Präsident Reimund Neugebauer sagte.

Katalysator auch für den Maschinen- und Anlagenbau

Eine Fabrik, die wie NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen sagte, selbst Forschungsgegenstand ist, sei weltweit einzigartig. Und Judith Pirscher, Staatssekretärin im Bundesforschungsministerium, sieht in dem Vorhaben das „ultimative Transferinstrument“ für die Entwicklung leistungsfähiger und nachhaltiger Energiespeicher.

Das Vorhaben, so sind sich die Verantwortlichen einig, ist dabei nicht nur ein Katalysator für die Entwicklung und Herstellung neuartiger Batterien, sondern ebenso für den in Deutschland starken Maschinen- und Anlagenbau. 2025 sollen der Bau der Forschungsfabrik auf dem 55.000 Quadratmeter großen Gelände abgeschlossen sein. Wissenschaftlich beteiligt sind neben der Fraunhofer-Gesellschaft die Universität Münster mit ihrem Batterieforschungszentrum „Meet“, die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich.

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