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Integrativer Wildemann-Cup

Erstes Turnier nach 540 Tagen Pause

Münster

Bei Blau-Weiß Aasee wurde am Wochenende der Wildemann-Cup ausgetragen. 15 integrative Mannschaften nahmen teil – für sie war es das erste Turnier nach 540 Tagen Corona-Pause.

-cro-

Bei der elften Auflage des Wildemann-Cups traten 15 integrative Mannschaften mit knapp 200 Teilnehmern an. Foto: cro

Die Freude auf den Gesichtern war unübersehbar, als der Einmarsch begann: Denn viel zu lange mussten die Spieler bei Blau-Weiß Aasee auf diesen Moment verzichten. Zum mittlerweile elften Mal wurde am Wochenende der Wildemann-Cup ausgetragen. Bei dem integrativen Fußballturnier gibt es keine Sieger und keine Verlierer. Der Spaß steht im Vordergrund. 15 Mannschaften aus dem Münsterland nahmen teil.

Norbert Krevert, Vorsitzender des Fußballkreises Münster, betonte: „Es ist das erste und leider auch das einzige Turnier, das stattfindet.“ Doch das hätten sich die rund 200 Sportler, ob nun mit oder ohne Unterstützungsbedarf, redlich verdient. „Gerade dieses Turnier, das von Fair Play und Emotionen getragen wird, bei dem der Spaß im Vordergrund steht, ist ein besonderes Zeichen in Zeiten von Corona.“

„Es ist ein fast erhabenes Gefühl und eine riesige Freude, wenn man die Spieler sieht“, freute sich Dietmar Sonius, der mit Sarah Wieck den integrativen Bereich bei Blau-Weiß Aasee betreut. Die Spieler seien nach 540 Tagen Pause zum ersten Mal wieder zusammen, Blau-Weiß sei von der Stadt als Modellversuch ausgesucht worden.

Der Wildemann-Cup wurde von der gleichnamigen Stiftung ins Leben gerufen, damit sich Menschen mit Förderbedarf sportlich messen können. „Dieses Jahr bekommen wir auch Unterstützung von der Gold-Kraemer-Stiftung aus Köln“, so Sonius.

Der Bedarf an Vereinen mit Inklusionsangeboten werde generell immer größer, betonten die Organisatoren. „Viele Familien fahren oft über eine Stunde, damit die Kinder beispielsweise Fußball spielen können“, so Wieck.

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