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Fairer Handel

„Es ist noch Luft nach oben“

Münster

Fairer Handel ist in Münster seit Jahren angekommen, aber damit er sich weiter etabliert, gibt es einen einfachen Hebel. Um auf das Thema aufmerksam zu machen, wird es demnächst einige Aktionen im Stadtgebiet geben.

Von Björn Meyer

Die Steuerungsgruppe mit (v.l.): Susanne Rietkötter, Michael Radau, Renate Dölling, Catharina Calvez, Georg Knipping, Dr. Kajo Schukalla, Karin Gindler-Hilge und Nico Schäfer. Foto: Björn Meyer

Seit zehn Jahren in Folge ist Münster offiziell Fairtrade Stadt. Der Titel wird jährlich vom Kölner Verein Transfair verliehen und ist an bestimmte Auflagen geknüpft. Eine davon ist die Einrichtung einer Steuerungsgruppe, in der in Münster Vertreter Institutionen, wie IHK, Universität und Bistum sowie zahlreiche weitere mit an Bord sind.

Geleitet wird sie von Unternehmer Michael Radau, er zieht ein positives Fazit unter die Bemühungen und das Angebot an fairem Handel durch und in der Stadt. Er sagt aber auch: „Es ist noch Luft nach oben“, zumal der Trend hin zum fairen Handel etwas abgeflaut sei, so Radau. Es gebe aber einen einfachen und wirkungsvollen Hebel – und den hätten ausgerechnet die Konsumenten selbst in der Hand: Gezielte Nachfragen, denn: „Händler reagieren auf Konsumentenanfragen. Vielleicht nicht auf die erste, aber auf die dritte oder vierte“, sagt Radau. Der Mann muss es wissen, immerhin ist er Inhaber der wachsenden „SuperBioMarkt“-Kette mit Sitz in Münster.

Neues Logo

Wer bereits in der Vergangenheit ein Auge auf den Fairen Handel in Münster geworfen hatte, dem wird indes auffallen, dass ein neues Logo für den Fairen Handel in Münster wirbt – freilich nur die Spitze der Bemühungen, die den Fairen Handel fördern sollen. Anlässlich der Fairen Woche, die alle zwei Jahre stattfindet und in diesem Jahr vom 10 bis 24. September terminiert ist, hat man gleich zahlreiche Aktionen erdacht, die auf Fairtrade und die daraus resultierenden Vorteile zielen. Denn, so betont Radau, ohne die Gerechtigkeit des Fairen Handels sei absehbar, dass Armut und daraus resultierend die Fluchtbewegungen auf der Welt in Zukunft weiter steigen würden.

„Schaufensterkino“ beim Bürgerbrunch

Wer sich über den Fairen Handel genauer informieren möchte, für den gibt es im September gleich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Erstmalig wird man beim Bürgerbrunch am 19. September vor dem Schloss mitwirken, zwischen dem 20. und 26. September wird es zudem die Aktion „Schaufensterkino“ geben. An zwölf ausgewählten Standorten, weitgehend innerhalb des Promenadenrings, sollen Filme gezeigt werden, die über das Thema informieren. Am 4. Oktober wird im Franz-Hitze-Haus ein Tag zum Thema Klimagerechtigkeit stattfinden. Außerdem kündigt die Steuerungsgruppe für die Zeit zwischen dem 10. und 24. September die Ausstellung „Trikottausch – Die zwei Seiten der (Sport-)Bekleidungsproduktion“ in der Stadtbücherei an.

Weitere Informationen und Termine zur Fairen Woche in Münster gibt es in einem Flyer, der in dieser Woche auch unserer Zeitung beiliegt, sowie im Internet unter: fairtradestadtmuenster.de

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