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Gedichtwettbewerb an den Feiertagen

Es muss nicht nur Corona sein . . .

Münster

Poetinnen und Poeten aufgepasst! Unsere Zeitung fordert wie jedes Jahr zum Dichterwettstreit auf. Die Wörter, die verwendet werden müssen, sind besonders kniffelig.

Karin Völker

Die Hittorfstraße gehört zum neuen Veloroutennetz von und nach Münster. Foto: Matthias Ahlke

Die Feiertage sind da – Zeit für ein Gedicht, auch dafür, selbst Verse zu schmieden. Auch das Jahr 2020 soll nicht zu Ende gehen, ohne dass die Redaktion die Leser unserer Zeitung zum mittlerweile traditionellen Dichterwettstreit zum Jahreswechsel auffordert. Auch diesmal soll die Do-it-yourself-Lyrik von aktuellen Debatten befeuert werden.

Wer sich daran beteiligen möchte, hat einige Regeln zu beherzigen. Das Gedicht muss diesmal zwingend folgende Wortzutaten enthalten:

1. Schnelltest:Das Jahr 2020 war geprägt von der Corona-Pandemie. Aber Gedichte mit Corona, das würde bei der Lyrik-Sammlung, die alljährlich nach dem Gedichtwettbewerb zustande kommt, dann doch zu eintönig. Das Motto der Stunde kurz vor den Feiertagen heißt in vielen Familien „Schnelltest“ – aber auch sonst bietet es sich bisweilen an, Dinge einer fixen Prüfung zu unterziehen.

2. Maskieren: Wieder so ein Wort, das im Zeitgeist der Pandemie besonders en vogue ist. Sich zu maskieren, kann aber auch Spaß machen, etwa zu einer Kostümparty – aber das ist ein Thema für die weite Zukunft.

3. Gemütlich: Wäre 2020 einerseits nicht so anstrengend und nervenaufreibend gewesen, hätte es andererseits ein gemütliches Jahr werden können: Der Terminkalender war für viele erfreulich leer, die Stunden auf dem Sofa zahlreich.

4. Veloroute: Ein Kardinalthema der münsterischen Stadtentwicklung und Verkehrsplanung, außerdem ein Zankapfel in Bürgerschaft und Politik. Die Velorouten sollen, wenn sie fertig sind, Münster sternförmig mit seinen Umlandgemeinden verbinden und auf schnellen, sicheren Wegen das Fahrrad auf weiteren Pendlerstrecken attraktiv machen.

Auch beim Verseschmieden liegt in der Kürze die Würze: Gedichte mit den vier vorgeschriebenen Zutaten in beliebiger Reihenfolge sollen nicht länger als acht Zeilen haben. Dass es keine Unmöglichkeit ist, Verse nach diesen Vorgaben klappern zu lassen, demonstriert dieses im Handumdrehen von der Redaktion gedrechselte Gedicht:

Die Veloroute nach Havixbeck

kam im Schnelltest noch nicht ganz so gut weg.

Und auch nach Senden hin südlich,

ist die Fahrt nicht ganz so gemütlich.

Damit alle die Strecken leicht kapieren

reicht‘s nicht, die Straßen rot zu maskieren.

Wer zum Dichterwettstreit an­treten will, sollte seine lyrischen Erzeugnisse bis zum 4. Januar 2021 an die WN-Redaktion, Soester Straße 13, 48155 Münster oder per E-Mail an redaktion.ms@zeitungsgruppe.ms senden. Stichwort: Gedichtwettbewerb. Die schönsten Gedichte werden veröffentlicht, unter allen Teilnehmern werden schöne Bücher ausgelost.

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