1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Es reicht, 2022!

  8. >

Kommentar

Es reicht, 2022!

Münster

Das neue Jahr läuft zermürbend an. Die Corona-Infektionszahlen gehen durch die Decke. Dazu hat der Januar die Sonne verschluckt. Zeit für einen Hoffnungsschimmer, findet unser Kommentator.

Von Ralf Repöhler

Immer wieder regnete es im Januar 2022, die Sonne ließ sich kaum blicken. Foto: ohw

So 2022, wir müssen reden. Es reicht nämlich! Das neue Jahr, das mit so viel Hoffnungen und Zuversicht verbunden ist, die Corona-Pandemie endlich in den Griff zu bekommen, legt einen zermürbenden Fehlstart hin. Die Infektionszahlen gehen seit Tag eins durch die Decke. Ein negativer Höchstwert jagt den nächsten. Münsters Inzidenz erreicht die 1000er-Marke.

Immerhin: Die Virusvariante Omikron scheint größtenteils nur leichtere Krankheitsverläufe zu verursachen. Da sich allerdings immer mehr Münsteranerinnen und Münsteraner infizieren, zuletzt 1000 am Tag, werden immer mehr Patientinnen und Patienten in Krankenhäuser eingeliefert. Sie kommen größtenteils nicht auf die Intensivstation, müssen aber auf der Normalstation behandelt werden. Auch deren Pflegepersonal ist längst an der Belastungsgrenze, wenn es nicht selbst infiziert ist. Münsters Krankenhaus-Infrastruktur gerät in Gefahr.

Einer der dunkelsten Monate

Angesichts der tristen Corona-Lage schlägt den Menschen das fiese Wetter zusätzlich aufs Gemüt. Am Sonntag schien plötzlich die Sonne, die trübe Bilanz rettet das nicht. Der Januar 2022 zählt zu den dunkelsten Monaten überhaupt. Heute endet er endlich, gut so! Denn der nahende Frühling verspricht Sonnenschein und das Brechen der Omikron-Welle. Und das ist mehr als ein Hoffnungsschimmer in dieser viel zu lange dunklen Zeit.

Startseite
ANZEIGE