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Junge Europäische Föderalisten Münster

Schüler simulieren EU-Parlament: Europa erleben und verstehen

Münster

Auf Einladung der Jungen Europäischen Föderalisten schlüpften Schüler aus Münster in die Rolle eines Mitglieds des Europäischen Parlaments und erlebten so hautnah, wie Politik in der EU gemacht wird.

Von Georg Buterus

70 Schülerinnen und Schüler wurden im Ratssaal von Bürgermeisterin Angela Stähler begrüßt. Foto: Georg Buterus

Die Bänke gefüllt mit Schülerinnen und Schülern, die mal in lässigen T-Shirts und Shorts, mal in schicken Hemden und Anzügen angereist sind, um selbst einen Tag das Europäische Parlament zu leben.

Die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) hatten Schulen aus Münster und Umgebung eingeladen, an einer „Simulation Europäisches Parlament“ (SimEP) im münsterischen Ratssaal teilzunehmen. Auf der Tagesagenda der 70 frischgebackenen Politikerinnen und Politiker stand am Mittwoch eine neue Richtlinie bezüglich der Förderung erneuerbarer Energien sowie der Verkehrspolitik.

Bürgermeisterin Angela Stähler begrüßte die Jugendlichen und dankte ihnen für ihr Interesse: „Mit dieser Aktion setzen Sie ein deutliches Zeichen gegen die Politik-Verdrossenheit junger Menschen“, freute sich Stähler.

Lobbyisten und Journalisten

Die 15- bis 17-Jährigen wurden verschiedenen Fraktionen zugeteilt und nahmen beispielsweise die Rolle der „European Greens“ ein. Auch in die Rolle der Lobbyisten und Journalisten schlüpften einige Teilnehmer. Nach Fraktionssitzungen der einzelnen Parteien war es die Aufgabe der Schüler, einen gemeinsamen Konsens bezüglich der europäischen Richtlinie zu finden.

Teil davon waren Hintergrundgespräche mit anderen Fraktionen oder Interessenvertretern. Dabei mussten die Abgeordneten mit negativen Schlagzeilen und Bestechungsversuchen in Form von Süßigkeiten rechnen – so konnten die Schüler auch den unrühmlichen Teil der Politik miterleben. Die Simulation endete mit einer Plenarsitzung der Fraktionen.

Bildungsarbeit, die im Kopf bleibt

Im Fokus der Aktion stehe nicht nur das Eintauchen in die europäische Politik, sondern auch der Spaß an der Sache, erklärte Organisatorin Sabrina Vahldiek. „Mit coolen Aktionen lernt man deutlich besser, als wenn man es nur im Unterricht hört.“ Mit der Simulation wolle die JEF Bildungsarbeit zu einem Erlebnis machen, das für die jungen Menschen im Kopf bleibt.

Aufgrund der Corona-Lage hatte die Aktion zuletzt 2019 stattgefunden.

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