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„Frauensache“ am Wolfgang-Borchert-Theater

Existenzielle Lebensfragen

Münster

Das Borchert-Theater verhandelt ein heikles Thema. Jetzt feierte das Stück „Frauensache“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz Premiere. Weltanschauungen und ethische Grundeinstellungen prallen aufeinander. Das Publikum muss für sich entscheiden, ob die hier verhandelten Alternativen schlüssig oder eher klischeehaft ausfallen.

Von Helmut Jasny

Marion Mainka als Leiterin des Bürgerbüros, Ivana Langmajer als Gemeinderätin und Monika Hess-Zanger als Ärztin (v.l.) in einer Szene der neuen Produktion im Borchert-Theater. Foto: Klaus Lefebvre

Schwangerschaftsabbruch nennt es die eine, Abtreibung die andere. Die Wortwahl ist ihnen wichtig, weil mit ihr die unterschiedlichen Weltanschauungen zum Ausdruck kommen. Beate ist eine Vertreterin der zweiten Frauenbewegung und im Umkreis von 80 Kilometern der einzige Arzt, der noch Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Jetzt will sie ihre Praxis aus Altersgründen aufgeben. Als potenzielle Nachfolgerin bietet sich Hanna an, jung, voller Elan – und entschiedene Abtreibungsgegnerin. Das Ganze spielt sich auf dem Land ab, „wo Lehrer und Ärzte als Intellektuelle gelten“, wie es an einer Stelle heißt.

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