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Westfalen AG verkauft Werksgelände in Gremmendorf

Expansion in Gelmer und Hörstel

Münster

Der Grundstücksdeal ist in trockenen Tüchern. Die Westfalen AG hat ihr Werksgelände in Gremmendorf verkauft, um den Weg für den Bau von Wohnungen und einer Schule frei zu machen.

Von Karin Höller

Das Grundstück der Westfalen AG in Gremmendorf wurde jetzt zu Teilen an die Stadt und an ein Wohnungsunternehmen verkauft. Foto: Westfalen AG

Der Grund­stücksdeal ist jetzt unter Dach und Fach: Die Westfalen AG hat ihr Grundstück an der Heidestraße in Gremmendorf verkauft, wie das Unternehmen mitteilt. Auf dem 112 000 Quadratmeter großen Areal befindet sich seit 1956 ein Werk, in dem unter anderem Flüssiggas umgefüllt, die Fahrzeuge des Unternehmens gewartet sowie Kältemittel recycelt wurden. „Die Expansion unseres Unternehmens ließ sich am Standort Gremmendorf aufgrund der beengten Fläche nicht fortführen“, erklärt Dr. Thomas Perkmann, Vorstandsvorsitzender der Westfalen-Gruppe. Mit dem Ausbau der Standorte in Gelmer und Hörstel indes wachse das Unternehmen nachhaltig und erhöhe die Effizienz der Produktion.

Der südliche Teil des Gremmendorfer Werksgeländes gehe an die Stadt Münster, die dort eine weiterführende Schule errichten will. Der nördliche Teil wurde laut Westfalen AG an die Vivawest Wohnen GmbH aus Gelsenkirchen veräußert. In enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ist geplant, einen neuen Wohnstandort mit etwa 430 Wohneinheiten zu schaffen. Auch die ehemaligen Werkswohnungen der Westfalen-Gruppe an der angrenzenden Straße Flasskuhl gehen in den Besitz des Wohnungsunternehmens über, heißt es. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Beitrag zur Stadtentwicklung

In Verbindung von Wohn- und Schulstandort sieht man bei der Stadt Münster ein hohes Potenzial, die Stadtteile Angelmodde und Gremmendorf mit einem neuen, nachhaltigen Quartier zu stärken. Eine neue vierzügige Schule für die Sekundarstufen I und II auf dem ehemaligen Westfalen-Gelände soll den zukünftigen Bedarf in Münsters Südosten in Teilen abdecken. Ein städtebauliches Qualifizierungsverfahren soll den Anfang des Planungsprozesses bilden. Perkmann: „Wir freuen uns, dass wir mit dem Verkauf unseres Werksgeländes zudem einen Beitrag für die notwendige Stadtteilentwicklung in Gremmendorf/Angelmodde leisten können.“

Einen Teil des Geländes hat die Westfalen AG bereits geräumt. Die Nutzfahrzeug-Werkstatt sei mittlerweile in einen Neubau des Werks Hörstel gewechselt. Die Kältemittelabfüllung finde demnächst am Hafentanklager Gelmer eine neue Heimat.

Ausreichende Expansionsmöglichkeiten gebe es am Standort Gelmer, erklärt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Baumaßnahmen laufen bereits seit geraumer Zeit auf einem benachbarten Grundstück. Auf der knapp 100 000 Quadratmeter großen unternehmenseigenen Reservefläche soll unter anderem das gesamte Produktsegment an Kältemitteln abgefüllt werden.

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