Nachwuchs- und Mitarbeiterakquise in der Corona-Krise

Fachkräftemangel verschärft sich - viele kurzfristige Einstellungen

Münster

In vielen Berufen sind zum Sommer noch Ausbildungsstellen frei. So suchen Unternehmer den Draht zu potenziellen Bewerbern – vor allem über Online-Kanäle. Drei Unternehmer und eine Auszubildende berichten im Themenschwerpunkt Ausbildung über ihre Erfahrungen.

Karin Höller

Der Nachwuchsmangel in der Gastronomie ist groß. Das Restaurant Kleiner Kiepenkerl hat Glück gehabt, im vergangenen Sommer weitere fünf Auszubildende eingestellt und stemmt jetzt im Lockdown unter Mithilfe von zehn Azubis die Außer-Haus-Bestellungen. Foto: Oliver Werner

Keine Ausbildungsmesse in der Halle Münsterland, keine Berufsorientierung „Mach dein Ding im Handwerk“ im Preußenstadion, kein Azubi-Speed-Dating bei der IHK – wenn Schüler und Unternehmer in diesen schwierigen Pandemie-Zeiten zusammenkommen wollen, müssen sie neue Wege beschreiten. Und dabei ist offensichtlich noch ordentlich Luft nach oben, wie die große Zahl freier Ausbildungsstellen in vielen Berufen zeigt. Ein Minus von 11,6 Prozent bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen (minus sieben Prozent in Münster) meldet allein die IHK. „Fast alle Betriebe waren gezwungen, ihre Abläufe an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Viele Unternehmen sind teilweise deutlich später als üblich in die Auswahlprozesse eingestiegen“, erklärt der Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, Joachim Fahnemann.

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