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Benefizspiel für Hochwasseropfer

Münsteraner muss nach Bayern-Spende drauflegen

Münster/München

Der Münsteraner Horst Eschler muss seine Spende für die Opfer der Hochwasserkatastrophe erhöhen. Denn: Der FC Bayern München hat eine Spende in Höhe von 1,1 Millionen Euro angekündigt.

Von Anna Spliethoff

Der FC Bayern München hat eine Spende von 1,1 Millionen Euro für die Flutopfer angekündigt. Foto: dpa (Symbolbild)

Horst Eschler muss noch einmal 200.000 Euro drauflegen: Der Münsteraner hatte in dieser Woche eine Million Euro für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gespendet. In dem Zusammenhang hatte er seinen Lieblingsfußballverein FC Bayern München herausgefordert: "Wenn ihr Bayern eine Million spendet, lege ich als euer treuer Fan noch mal 20 Prozent oben drauf." Der Fußballverein hatte bis dahin bereits 100.000 Euro gespendet, Eschler empfand dies als "ein bisschen lächerlich".

Nun muss Horst Eschler erneut spenden. Denn der Fußballclub aus München hat am Freitag bekanntgegeben, ein Benefizspiel gegen den FC Schalke 04 in der Veltins-Arena auszutragen und "erlösabhängig mindestens eine Million Euro für Flutopfer aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zur Verfügung zu stellen". Ein Signal, dass eine Verbindung zwischen Eschlers Aussage und dem geplanten Benefizspiel des FC Bayern besteht, gibt es nicht. 

Weil die Begegnung mit den Schalkern noch nicht terminiert sei, die Hilfe für die Flutopfer aber jetzt benötigt werde, "wird der FC Bayern die Millionen-Hilfe schon jetzt garantieren und in den kommenden Tagen leisten", heißt es in einer Pressemitteilung des Fußballvereins. Weitere 100.000 Euro gehen an die Hochwasseropfer in Bayern. Horst Eschler hat im Interview mit Antenne Münster angekündigt, weitere 200.000 Euro für die "Aktion Lichtblicke" zu überweisen.

Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München

"Die Bilder der Hochwasserkatastrophe haben uns schockiert“, sagt Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München, in der Mitteilung. „In so einer schrecklichen Situation müssen wir als Gesellschaft zusammenhalten. Fußball lebt auch sehr von Solidarität und sozialer Verantwortung."

Auch Peter Knäbel, Vorstand Sport und Kommunikation des FC Schalke 04, erklärt: „Wir können uns den Schmerz und die Verzweiflung der Menschen, die in den Hochwassergebieten leben und um ihre Existenzen kämpfen, kaum vorstellen. Umso beeindruckender ist es, wie schnell sie den Blick nach vorne gerichtet haben, anpacken und ihre Städte und Dörfer Stück für Stück von den schweren Verwüstungen befreien.

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