1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. FDP beantragt iPad für alle Schüler ab der Klasse fünf

  8. >

Vorstoß vor Ratssitzung

FDP beantragt iPad für alle Schüler ab der Klasse fünf

Münster

Der Antrag dürfte für Diskussionen sorgen. Alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse fünf in Münster sollen ein iPad für den Unterricht bekommen. Ein entsprechender FDP-Vorstoß wurde am Mittwoch vorgestellt.

Klaus Baumeister

Schüler einer fünften Klasse lernen mit iPads im Englischunterricht. Foto: Julian Stratenschulte /dpa

Nicht kleckern, sondern klotzen. Die FDP-Ratsfraktion möchte in der nächsten Ratssitzung einen Antrag einbringen, in dem die Stadt Münster aufgefordert wird, bis zu 40 000 iPads für münsterische Schüler anzuschaffen.

„Möglichst kurzfristig“, so der Fraktionschef Jörg Berens bei einem Pressegespräch am Mittwoch, sollen alle Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen in Münster in den Genuss eines digitalen Endgerätes kommen.

5000 iPads hat die Stadt bereits angeschafft, um im Rahmen des Schulpakts Schüler in sozial schwachen Familien damit auszustatten. Dabei wurden durchaus Lieferengpässe deutlich.

Rund 51 000 Schülerinnen und Schüler, erklärte die Schulpolitische FDP-Sprecherin Claudia Grönefeld unter Hinweis auf Zahlen des Schulamtes, gebe es aktuell in Münster. Über die Frage, ob es sinnvoll ist, auch den Grundschüler ein iPad an die Hand zu geben, soll ein Expertengremium separat entscheiden. Für Familien, die bereits über ein iPad verfügen, das sie den Kindern überlassen, soll der städtische IT-Dienstleister Citeq „individuelle Lösungen finden, um diese Geräte für den Schulunterricht nutzbar zu machen“.

iPads könnten 18 Millionen Euro kosten

Die FDP empfiehlt ein Apple-Gerät, weil das Schulamt, aber auch viele befragte Schulen, damit die besten Erfahrungen gemacht hätten, so Berens weiter.

Die Anschaffung könnte die Stadt bis zu 18 Millionen Euro kosten. Für die Refinanzierung kann sich die FDP Elternbeiträge, aber auch je nach Einkommen gestaffelte Leasinggebühren vorstellen. Ungeklärt ist bislang noch, in welchem Umfang sich das Land an entsprechenden Investitionen beteiligt. Gleichwohl erlaube es die Pandemie und die zunehmende Digitalisierung nicht, Anschaffungen auf die lange Bank zu schieben, meint die FDP.

Startseite
ANZEIGE