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Bundestagswahl 2021 in Münster

FDP schafft es erneut zweistellig

Münster

Das Ergebnis der FDP ist zwar schlechter als jenes vor vier Jahren, dennoch sind die münsterischen Liberaldemokraten zufrieden. Besonders ein Aspekt am Wahlausgang gefällt ihnen besonders gut.

Von Joel Hunold

Klaus Kretzer, Direktkandidat FDP in Münster Foto: Joel Hunold

Die münstersche FDP ist zufrieden, das die Partei bundesweit als auch in Münster erneut ein zweistelliges Ergebnis geholt hat. „Wir haben jetzt die große Chance, am Kabinettstisch dabei zu sein“, sagt Direktkandidat Klaus Kretzer. Ohne die FDP sei „keine seriöse Regierung möglich“.

Zwar habe man im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren, als die Partei mit 13,5 Prozent der Stimmen in Münster ein Rekordergebnis holte, etwas verloren, am Ende wurden es knapp 10,6 Prozent. Doch „rund elf Prozent sind seit langem vorhergesagt gewesen, das ist keine Überraschung“, so Kretzer. Im Duell der Direktkandidaten liegt er zwar mit rund 6,7 Prozent deutlich auf Platz vier, aber „über fünf Prozent bei drei so starken Gegenkandidaten zu holen, ist toll“, sagt er.

Freude über Verhinderung von Rot-Rot-Grün

Die Parteibasis äußerte sich derweil auf der Wahlparty im Central Hotel zurückhaltender, auf ein paar Prozentpunkte mehr habe man schon gehofft. „Wir haben in den vergangenen Wochen sehr viele sehr junge Parteimitglieder hinzugewonnen, die waren teils etwas zu euphorisch“, sagt Kreisvorsitzender Paavo Czwikla, sie hätten sich von zwischenzeitlich höheren Umfragewerten beeinflussen lassen. Mit dem Ergebnis könne man zufrieden sein.

Zudem überwiege die Freude, dass es wohl für Rot-Rot-Grün nicht reichen wird, bei den Liberaldemokraten. „Ich bin sehr erleichtert, dass es jetzt keinen Linksrutsch geben wird“, sagte etwa Tilmann Karreh. Präferenzen für eine Koalition sind derweil nicht erkennbar. „Da gibt es sehr unterschiedliche Meinungen“, so Czwikla. Manche präferieren eine Ampel, andere Jamaika oder eine Deutschland-Koalition. Am Ende werde die Partei jedoch geschlossen hinter einer Entscheidung stehen, sagt er.

FDP-Ratsherr Jörg Berens betont derweil die Bedeutung des münsterischen Ergebnisses. „Lokal betrachtet ist das eine Bestätigung der Arbeit unserer FDP-Fraktion.“

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