1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Feier des gemeinsam Möglichen

  8. >

50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

Feier des gemeinsam Möglichen

Münster

Vor 50 Jahren wurde die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Münster gegründet. Das Jubiläum soll nun gefeiert werden, zudem hoffen sich Vertreter der Kirchen auf einen Einblick in die Erwartungen der Menschen an die christlichen Kirchen.

Von Björn Meyer

Pfarrer Friedrich Stahlhut (l.) und Pfarrer André Sühling präsentieren das Plakat zu den Jubiläumsfeierlichkeiten der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Münster. Foto: Björn Meyer

Schon die Vorbereitung der Veranstaltung habe viel Positives bewirkt, betont Friedrich Stahlhut, Pfarrer der evangelischen Apostel-Kirchengemeinde, und blickt dabei zu André Sühling, der vor St. Martini-Kirche neben ihm steht. Sühling ist Pfarrer der katholischen Gemeinde Liebfrauen-Überwasser und zugleich Vorsitzender des Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), die in wenigen Tagen ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Mit einem Gottesdienst, einer Podiumsdiskussion und vor allem mit einem Blick, der sich gar nicht so sehr auf die Vergangenheit, sondern auf die Zukunft richten soll, soll die Feier begangenen werden.

„Wer nach vorne schaut, bleibt länger jung“, benennt Friedrich Stahlhut das passende Motto, unter dem die Jubiläumsfeierlichkeiten stehen. Stahlhut ist stellvertretender Vorsitzender der ACK, der aktuell zwölf Voll- und sechs Gastmitglieder angehören. Er betont die akzeptierte, die „versöhnte Verschiedenheit“, in der sich die Mitglieder auf Augenhöhe begegnen könnten, äußert aber auch, dass konfessionelle Grenzen in der Stadt immer weniger wahrgenommen würden. Die Akzeptanz des Anderen – für Stahlhut eine sehr wohltuende Erfahrung.

Stadtgesellschaft

Am 27. Juni, für Geschichtskenner also einen Tag vor dem eigentlichen Gründungsdatum der ACK am 28. Juni 1971, finden nun eine Podiumsdiskussion (16.30 Uhr) und ein ökumenischer Gottesdienst (19 Uhr) statt, für die jeweils Anmeldungen erbeten sind (Stadtdekanat@bistum-muenster.de).

Zu der Podiumsdiskussion sind neben Oberbürgermeister Markus Lewe noch die Vorsitzende des Integrationsrates Maria Salinas, Matilda Kohnen von Fridays for Future und Prof. Andreas Krebs von der Universität Bonn geladen. Da man die Veranstaltung früh habe planen müssen, wird sie allerdings nicht in Präsenz, sondern nur online zu erleben sein, betonen die Organisatoren. Dennoch sei die Veranstaltung interaktiv ausgelegt, heißt: Zuhörer und Zuhörerin können sich mit ihren Fragen und Statements am Gespräch beteiligen. Es gehe darum zu erfahren, welche Erwartungen an die christlichen Kirchen in Münster gestellt werden, so André Sühling. Man sehe sich in diesem Format als (zu)-„hörende Kirche“ ergänzt Stahlhut.

Gründungsmitglied

Der anschließende Gottesdienst in der Martinikirche kann und soll derweil auch von Gästen besucht werden. Die in Münster geborene Staatsministerin für Kultur und Medien, Professorin Monika Grütters, wird unter dem Leitgedanken „Suchet der Stadt Bestes“, in der Kirche St. Martini ein Bibelwort aus dem Buch des Propheten Jeremia, predigen. Vor Ort dabei sein soll auch ACK-Gründungsmitglied Helga Stephany.

Startseite