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Zahlreiche Sonderveranstaltungen

Festwoche im neuen LWL-Planetarium

Münster

Mächtig aufgehübscht und auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurde in den vergangenen Monaten das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Zur Wiedereröffnung lässt es der Landschaftsverband daher ordentlich krachen.

Musikproduzent Johannes Kraas und der Künstler Rocco Helmchen zeigen am Freitag eindrucksvolle Bildwelten in der Musikshow "Flow – Visions of Time". Foto: Dome Promo1

Das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde an der Sentruper Straße feiert seine Wiedereröffnung mit einem mehrtägigen Festprogramm: Vom morgigen Samstag bis zum kommenden Sonntag (2. bis 10. Juli) warten Live-Musikkonzerte, ein Vortrag und Shows zur Astronomie, ein Poetry Slam in deutscher Gebärdensprache, eine neue Musikshow und ein Live-Hörspiel, das speziell für die Wiedereröffnung geschrieben wurde, auf die Besucher.

Als nunmehr eines der modernsten Planetarien in Europa öffnet das Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe am Samstag seine Türen zur Feier der Wiedereröffnung – frisch saniert und rundum erneuert.

Renommiertes Jazz-Brüderpaar zum Auftakt

Dazu wartet das Programm ab 20 Uhr mit Livemusik von Julian und Roman Wasserfuhr auf. Unter dem Titel „Mosaic“ erwartet die Besucher Jazz mit Trompete und Piano unterm Sternenhimmel. Nach fünf erfolgreichen Alben zählen die Brüder heute mit zu den renommiertesten Jazz-Musikern in Deutschland, wie es in der Ankündigung des LWL heißt.

Speziell für die Wiedereröffnung des Planetariums inszenierten Christoph Tiemann und das Theater ex libris am Sonntag ihr brandneues Live-Hörspiel „Callisto“. Foto: Hanno Endres

Am Sonntag (3. Juli) gehört die Bühne dann wieder einmal einer Produktion aus dem Hause Christoph Tiemann und Theater ex libris: Speziell für die Wiedereröffnung inszenierte das Theater ein neues Live-Hörspiel: Mit „Callisto“ gibt es ab 19.30 Uhr einen Klassiker der Abenteuerromane im Gewand einer Space-Opera.

Zwischendurch wird’s auch wissenschaftlich

Was das neue Planetarium so hauptsächlich kann, können Interessierte am Dienstag (5. Juli) ab 19.30 Uhr erleben: Prof. Dr. Volker Springel vom Max-Planck-Institut für Astrophysik berichtet in einem astronomischen Vortrag über „Simulierte Universen“. Er spricht über den Ursprung und das Schicksal unserer Milchstraße und über die Rolle von Supercomputer-Simulation bei der Überprüfung von gewagt erscheinenden kosmologischen Hypothesen.

Ein Livemusik-Konzert mit einem Filmporträt über die Geschichte des Geigenbaus gibt es am Mittwoch zu erleben. Foto: Brinckmöller-Becker

Am Mittwoch (6. Juli) hängt der Himmel wiederum im wahrsten Sinne des Wortes voller Geigen: Die Zuschauer besuchen im Film ab 19.30 Uhr in dem musikalisch unterlegten Film über die berühmten Stradivari das Zentrum des Geigenbaus im italienischen Cremona und ein Livemusik-Konzert mit dem Cornelius-Trio des Orchesterzentrums NRW. Der Geigenbau in Cremona wurde 2012 von der Unesco zum Weltkulterbe ernannt.

Poetry Slam (nicht nur) für Gehörlose

Eine besondere inklusive Veranstaltung wartet am Donnerstag (7. Juli) ab 19.30 Uhr: ein Poetry Slam für Gehörlose und Hörende mit Rafael-Evitan Grombelka sowie seinen Kolleginnen und Kollegen Adrian Becker, Carina Walter und Indika Gardiwasam Punchi Hewage. Grombelka ist von Geburt an taub und arbeitet als Gebärdensprachdolmetscher und Schauspieler. Auch seine Künstlerkollegen sind „Deaf Poetry-Slammer“ und in der Gehörlosen-Community bekannt.

Der taube Poetry Slammer Rafael-Evitan Grombelka veranstaltet einen Gehörlosen-Poetry-Slam auch für Hörende am Donnerstag im Planetarium. Foto: Mario van Kneppenberg

Faszinierende Bildwelten sind in der Show „Flow – Visions of Time“ von Rocco Helmchen am Freitag (8. Juli) ab 19.30 Uhr zu sehen. Elektronische Songs und die instrumentale Filmmusik des Konzept-Albums „Flow“ des Münsteraners Johannes Kraas begleiten die Show musikalisch. Das Produzenten-Duo ist bekannt für seine preisgekrönten Shows wie „Chaos an Order“ oder „Dimensions“.

Bühne frei für das Neoklassik-Festival „Pianeo“

„Pianeo“, das Festival für Neoklassik kommt schließlich am 9. Juli (Samstag) ins LWL-Planetarium. Das Livemusik-Konzert wird an dem Abend zwei Mal stattfinden, um 20 und um 22 Uhr. „Eins.“ (Thomas Schmitz) und „Awakino“ sind zu Gast. Die experimentierfreudigen Künstler brechen klassische Stilgrenzen auf, versprechen die Veranstalter.

Zum Finale am 10. Juli (Sonntag) gibt es ab 19.30 Uhr eine Hörspiel-Premiere von „Die drei ??? – Das Dorf der Teufel“. Deutschlands beliebteste Detektive ermitteln wieder im Planetarium – und das in 3D! Zwar könnte das 3D auch für die drei Detektive stehen. In diesem Fall bedeutet es jedoch dreidimensionaler Hörspielsound.

Tickets sind im Vorverkauf über das Online-Buchungsportal des Museums erhältlich.

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