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Feuer

Nach Brand in Wolbeck: Ermittler können Haus nicht betreten

Münster-Wolbeck

Ein Großbrand hat in der Nacht zu Dienstag ein Einfamilienhaus in Wolbeck zerstört. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz. Die Ermittlungen nach der Brandursache gestalten sich jedoch als schwierig. 

Von Helmut P. Etzkorn und Markus Lütkemeyer

Ein Großbrand zerstörte in der Nacht zum Dienstag dieses Einfamilienhaus an der Weichselstraße in Wolbeck. Die drei Bewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Das Gebäude wurde komplett zerstört. Foto: hpe

Die Ursache für den verheerenden Großbrand in einem Einfamilienhaus in Wolbeck bleibt weiter unklar. Mittlerweile hat ein Statiker das Gebäude in Augenschein genommen und Einsturzgefahr festgestellt. Die Brandermittler der Polizei Münster können daher den Brandort nicht betreten, so eine Polizeisprecherin. Eine Prognose, wann die Ermittlungen aufgenommen werden können, sei derzeit schwierig.

In der Nacht zu Dienstag hat ein Feuer in dem Einfamilienhaus an der Weichselstraße gewütet. Ein Feuerwehrmann erlitt bei dem siebenstündigen Einsatz Rauchvergiftungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Schadenshöhe liegt nach Angaben der Feuerwehr im deutlich sechsstelligen Bereich.

Passanten alarmieren die Feuerwehr

Um kurz nach 4 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, Passanten hatten eine Rauchentwicklung aus dem Keller des frei stehenden Einfamilienhauses an der Weichselstraße bemerkt. Die drei Bewohner hatten das Gebäude beim Eintreffen der ersten Kräfte des Löschzugs Wolbeck bereits verlassen.

Weil das gesamte Gebäude bis unter das Dach mit verschiedensten Gegenständen zugestellt war, mussten erst Türen aufgetrennt werden, um überhaupt hineinkommen zu können. Dann gab es aber wegen der vielen abgestellten Sachen und der enormen Hitzeentwicklung für die Feuerwehr keine Chance mehr, in den Keller oder die Obergeschosse zu kommen. Ein Lösch-Innenangriff, sonst effektives Mittel bei einem Wohnungsbrand, konnte nicht mehr erfolgreich durchgeführt werden.

Im Laufe der ersten Brandstunde zündeten die Flammen in allen Räumen – vom Keller bis hoch ins Dachgeschoss – durch. Die Feuerwehr konnte nur von außen über Drehleitern und Atemschutz-Trupps durch geborstene Fenster und abgestürzte Dachziegeln Wasser ins brennende Haus spritzen. Die Einsatzleitung entschied sich schließlich, das inzwischen nahezu in Vollbrand stehende Gebäude aufzugeben. Schwerpunkt war dann, ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude zu verhindern. Über die Warn-App Nina wurden Anwohner aufgefordert, wegen der über Stunden dauernden, starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Stundenlange Straßensperrung in Wolbeck

Neben allen drei Wachen der Berufsfeuerwehr wurden auch die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr aus Wolbeck, Angelmodde, Gremmendorf, Werse-Laer und Roxel nach Wolbeck geordert. Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte aktiv.

Während der Löscharbeiten, die sich bis zum frühen Mittag hinzogen, war die Hiltruper Straße in Wolbeck zwischen Buxtrup und Kreisverkehr komplett gesperrt, Polizeibeamte leiteten den Verkehr um. Am Mittag trafen Brandermittler der Polizei Münster ein, sie forschen nun nach der Ursache des Brandes. Um die drei Hausbewohner kümmerte sich noch in der Nacht die Notfallseelsorge. Das Gebäude selbst ist nur noch eine Ruine und muss abgerissen werden.

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