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Starkregen und Hochwasser

Feuerwehrleute aus Münster unterstützen bei Einsätzen in der Region Aachen

Münster

Schwere Unwetter haben in Teilen von NRW und Rheinland-Pfalz am Mittwoch schwere Schäden angerichtet. Feuerwehrleute aus Münster eilten zur Hilfe. Dabei wurden Erinnungen an 2014 wach.

 

Einsatzkräfte der Feuerwehr Münster unterstützten nach dem Starkregen die Menschen in der Region Aachen. Foto: Feuerwehr Münster

Starkregen hat die Feuerwehr Münster bis in die Nacht zu Donnerstag im Dauereinsatz gehalten: Über 70 Mal mussten die Einsatzkräfte Hilfe leisten und fast ausnahmslos vollgelaufene Keller wie Untergeschosse leerpumpen.

Schon früh waren laut einer städtischen Mitteilung am Mittwoch rund 200 Kameradinnen und Kameraden alarmiert worden, viele weitere Kräfte in Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr verfolgten die Unwetterwarnungen, die wegen des Sturmtiefs "Bernd" vorausgeschickt wurden. Als dann um 16.01 Uhr der erste Notruf aus Handorf einging, nahm der Arbeitstag einen intensiven Verlauf. Die meisten Einsätze gab es in Münsters Süden.

Helfer fahren nach Aachen

Deutlich stärker getroffen haben die Unwetter Rheinland und Ruhrgebiet. Am Abend wurde dort Unterstützung eingefordert. Aus Münster machten sich nach Angaben der Stadt 19 Männer und drei Frauen auf den Weg, um in der Städteregion Aachen bei dem Kampf gegen die Fluten zu helfen. "Ein paar Autobahnen waren aufgrund der Überflutungen bereits gesperrt, in einigen Bereichen nur eine Spur befahrbar. Um 1.45 Uhr waren wir dann aber vor Ort", sagt Einheitsführer Marc Greshake vom Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Kinderhaus.

Vor Ort pumpten die Teams zahlreiche Keller aus - aber unter riskanten Bedingungen. "Viele Straßen sind nicht passierbar, ganze Straßen abgesackt und weggespült – die Einsätze waren durchaus gefährlich, die Strömungen im hügeligen Gelände enorm." In Gedanken waren laut der Mitteilung alle Beteiligten bei zwei Kameraden, die am Mittwoch bei den Unwettereinsätzen in Altena und Werdohl ums Leben kamen.

Die Feuerwehr Münster am Sammelpunkt in Drensteinfurt. Foto: Feuerwehr Münster
Oberbürgermeister Markus Lewe

"Vor fast genau sieben Jahren wurde Münster von einem enormen Starkregenereignis heimgesucht, daher machen uns die Nachrichten und Bilder aus den Städten und Regionen besonders betroffen", so Oberbürgermeister Markus Lewe. "Viele auch aus anderen Städten, Kreisen und Gemeinden haben 2014 geholfen, die schlimmen Folgen des Unwetters zu lindern. Ich danke den Einsatzkräften, die in besonders betroffenen Gebieten kurzfristig Hilfe geleistet haben. Wir sind in Gedanken bei den Opfern und wünschen Betroffenen viel Kraft."

Starkregenereignisse in Münster

Gesund zurück in Münster

Auch die Helfer aus Münster, die in Aachen im Einsatz waren, wurden zwangsläufig an die Erlebnisse 2014 erinnert: "Der Großteil unserer Einsatzkräfte hatte das Ereignis in Münster aktiv miterlebt und die damaligen Gefühle gleich wieder präsent. Es ist nicht so anonym wie bei den Alltagseinsätzen – wir haben vor Ort ganz viel Dankbarkeit und Freude erlebt, als wir den Menschen geholfen haben", so Greshake.  Am Donnerstagmittag kehrten die Einsatzkräfte nach Angaben der Stadt nach Münster zurück – geschafft, aber gesund.

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