1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Feuerzauber und flotter Live-Maler

  8. >

Nachts im Zoo

Feuerzauber und flotter Live-Maler

Münster

„Nachts im Zoo“ lockte am Samstagabend 6000 Besucher an. Live-Malerei, Feuer-Zauber und Elfen begeisterten das Publikum. Für Zoochef Jörg Adler war es das letzte Großereignis vor seinem Abschied. Aufkommenden Ärger über lange Wartezeiten beim Einlass versuchte er pragmatisch zu lösen.

Helmut P. Etzkorn

Absolutes Highlight zu später Stunde im Allwetterzoo: Die spektakuläre Feuershow auf dem Landois-Platz ist eine professionelle Mischung aus Flammen-Akrobatik, Theater, Tanz und Musik. Foto: Helmut Etzkorn

Dunkle Wolken am Himmel, ein paar Blitze und ab und zu ein kurzer Schauer konnten die Besucher nicht bremsen. Rund 6000 Menschen kamen am Samstagabend zu „Nachts im Zoo“, ein neuer Rekord für den tierischen Lichterzauber.

„Eine Veranstaltung mit Wohlfühl-Charakter, die sich etabliert hat und eigentlich öfter im Jahr stattfinden könnte“, so der scheidende Zoo-Chef Jörg Adler. Seinem Nachfolger will er empfehlen, für den Landois-Platz als zentralen Zoo-Veranstaltungsort mit Arena-Charakter eine Zeltdachlösung anzupeilen. „In der warmen Jahreszeit könnte ich mir einmal im Monat einen langen Zoo-Abend durchaus vorstellen. Natürlich nicht mit dem Aufwand wie jetzt, aber zwei bis drei kleine Events würden ja auch reichen“, so Adler.

Ärger beim Einlass

Für ihn war die Zoo-Nacht so etwas wie ein Abschied vor großem Publikum, auch wenn es zumindest zum Auftakt vor den Toren etwas Ärger gab. Die Gäste standen fast eine Stunde in der Warteschlange und viele waren stinksauer, weil sie bei der abends begrenzten Zeit und den vielen Highlights natürlich rasch im Tierpark sein wollten.

Adler, der schließlich höchstpersönlich mit Karten durch die Reihen lief und einen spontanen Handverkauf organisierte, will einen verbesserten Service mit mehr Kassenplätzen an den Start bringen.

Live-Maler wird Publikumsliebling

Ein Publikumsliebling war der erstmals zur Zoo-Nacht eingeladene Live-Maler Marc Westermann, der auf der Wiese am Tropenhaus im Eiltempo Mensch und Tier auf Leinwand fixierte. Um ihn herum dezent angestrahlte Bäume und Elfen, die nicht nur für die kleinen Besucher zauberhaft schön waren.

20 Tierpfleger erklärten, wie Raubkatzen beschäftigt werden, was Reptilien besonders gern fressen und wie geschickt Gorillas sein können. Am Westfälischen Pferdemuseum gefiel eine Sonderdarbietung mit edlen Rössern zwischen Licht und Schatten, auf der Liegewiese konnte mit dem Tierarzt das Blasrohrschießen geübt werden.

Weil es warm blieb, gingen auch die Besucher nicht. Denn zum Finale um 23 Uhr gefiel die Haganai-Truppe mit ihrer spektakulären Feuershow. Der Funke sprang im wahrsten Sinne des Wortes über. Theater und Tanz, wild und ursprünglich. Dazu Musik und Flammenspiele voller Leidenschaft. Große Klasse!

Startseite
ANZEIGE