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Initiative „moNOkultur“

Firmen als Kulturpaten gesucht

Münster

Die Initiative „moNOkultur“ will Firmen davon überzeugen, Patenschaften für Kulturschaffende und ihre Projekte zu übernehmen. Wie eine Gesprächsrunde zeigte, geht es dabei aber nicht um Geld, sondern um eine andere Art von Hilfe – von der beide Seiten profitieren sollen.

Von Julia Körtke

Die zweite Gesprächsrunde mit (v.l.) Barbara Kämmle, Katharina Jedrecki, Sophia Siemes und Gabriele Cronrath Foto: Julia Körtke

„Wer nicht lebt, kann auch nicht sterben. Wer keine Frau hat, muss keine Angst haben, sie zu verlieren. Haben oder nicht.“ Mit einem russischen Lied aus seiner Heimat und dieser Übersetzung des Textes eröffnet Jakob Reinhardt musikalisch die Vorstellung der Kulturpatenschaften der Initiative „moNOkultur“.

Geleitet wird durch die Veranstaltung von Leon Bluhm und Babara Kemmler, beide Teammitglieder der Kulturpatenschaften, eine Organisationsgruppe, die Wirtschaft und freischaffende Künstler und Künstlerinnen in Münster vermittelt. Die einleitenden Worte findet jedoch die Schirmherrin und Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Dorothee Feller. In schwierigen Zeiten wie diesen brauche es die Kultur umso mehr. Und schwierig seien die Zeiten leider auch für diese. Die Leidenschaft sei da, doch es fehlten die Mittel, der Raum und in manchen Bereichen das Know-how.

Win-win-Situation

Dem wollen die Kulturpatenschaften Abhilfe schaffen. Nicht durch Geld-Spenden, sondern durch Sachspenden, Dienstleistungen und der Wissensvermittlung. So können nicht nur große Unternehmen, sondern auch und vor allem mittelständische Firmen ihren Beitrag leisten, die Kultur in Münster zu fördern.

Und so funktioniert es: Hat ein Unternehmen ein gewisses Mittel, das es gerne teilen will, kann es ein Inserat schalten. Auf der anderen Seite können Künstler und Künstlerinnen, die Hilfe benötigen, ebenfalls inserieren. Die Mitarbeiter der Kulturpatenschaften vermitteln dann und setzen mit beiden Parteien einen Patenschaftsvertrag auf.

Von so einer Partnerschaft könnten beide Seiten profitieren, heißt es in den Gesprächsrunden bei der Vorstellungsveranstaltung. So berichtet die Gastronomin Gabriele Cronrath davon, wie sehr die Räume ihres Lokals von den einzigartigen Kunstwerken einer benachbarten Künstlerin leben, welche diese wiederum an interessierte Gäste verkauft.

Jetzt sind Unternehmen gefragt

Zwischen den Gesprächsrunden treten immer wieder Künstler aus Münster auf. Vom „Cactus Junges Theater“ gibt es eine Tanzeinlage von Gifty Wiafe und Emmanuel Edoror. Carsten Bender trägt ein Gedicht vor, und Jakob Reinhardt unterlegt die ganze Veranstaltung mit Musik.

Dem Aufruf zu dieser ersten Vorstellung des Projekts in Münster sind zwar überwiegend Kulturschaffende gefolgt, jedoch erhoffen sich die Veranstalter jetzt gesteigerte Aufmerksamkeit vonseiten der Unternehmen.

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