1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Fotos zeigen Gefühle und Verletzlichkeit

  8. >

Ulrich und Tim Richartz stellen zum Thema Covid-19 aus

Fotos zeigen Gefühle und Verletzlichkeit

Münster

Ab Mittwoch ist eine neue Ausstellung in der Überwasserkirche zu sehen. Bei #Covid19 werden Fotos zu 16 verschiedenen Gefühlen gezeigt.

Vom 13. April bis zum 29. Mai ist die Fotoausstellung zum Thema #Covid19 von Ulrich Richartz in der Überwasserkirche zu sehen.  Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Wut, Ohnmacht, Einsamkeit, Verzweiflung und Unsicherheit. Das sind nur fünf von 16 Gefühlen, die Ulrich Richartz gemeinsam mit seinem Sohn Tim und Katharina Becker in Fotos festgehalten hat. #Covid19 heißt die Ausstellung, die ab Mittwoch (13. April) in der Überwasserkirche in Münster zu sehen ist. Die offizielle Eröffnungsveranstaltung findet am Dienstag (19. April) um 18 Uhr statt.

„Corona hat die ganze Welt, aber eben auch jeden einzelnen Menschen getroffen. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie zerbrechlich und verletzlich unser Leben ist“, sagt Richartz. Das habe er sowohl in seinem privaten als auch beruflichen Umfeld erlebt. Der 57-Jährige leitet die Geschäftsstelle der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen (DiAG MAV) im Bistum Münster in Haltern.

Einen Tag lang hat das Vater-Sohn-Gespann gemeinsam mit seinem Modell in einer stillgelegten Papierfabrik im Bergischen Land dazu gearbeitet. „Die Location kannte ich von einem Foto-Workshop. Sie passte wunderbar zu der Stimmung, die wir in unseren Fotos ausdrücken wollten“, erklärt er. Bewusst hat sich Richartz für die Schwarz-Weiß-Fotografie entschieden. „Wir haben die Fotos auf die Gefühle reduziert. Nichts sollte ablenken“, informiert er. Im Lauf des Tages habe er gemerkt, wie der gemeinsame Prozess die Arbeit vorangebracht habe: die Suche nach unterschiedlichen Perspektiven, nach ausdrucksstarken Sets, nach dem besonderen Ausdruck. „Es hat sich immer weiter entwickelt. Früher habe ich solche Aussagen belächelt. Doch es ist wirklich so“, gibt er zu.

Zu jedem Gefühl der großformatigen Fotos hat Richartz, der in Wesel am Niederrhein lebt, einen eigenen Impuls geschrieben. „Die Ausstellung passt mit ihrem Inhalt gut in eine Kirche. Die Fotos zeigen urmenschliche Gefühle, aus denen eine Nähe zu Gott entsteht“, betont er. Es sei nicht nur seine erste Ausstellung, sondern auch die erste mit inszenierten Fotos zum Thema Covid-19. „Wir haben ausschließlich mit natürlichem Licht gearbeitet. Die Bilder sind digital fotografiert und nicht bearbeitet“, schildert Richartz, der von Kindesbeinen an fotografiert.

Bis zum 29. Mai macht diese besondere Ausstellung Station in Münster. Zur Ausstellung ist ein Heft für 7,50 Euro mit allen Fotos und Impulsen erschienen. „Davon spenden wir 2,50 Euro für die Menschen in der Ukraine“, betont Richartz.

Startseite
ANZEIGE