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Heimkehr der acht Kegelbrüder 

Freude über Nachrichten aus Mallorca

Münster-Albachten

Die Freilassung der Kegelbrüder aus dem Untersuchungsgefängnis in Palma löst in Albachten große Erleichterung aus.

Von Thomas Schubert und Ralf Repöhler

Die Zeit der Untersuchungshaft im Gefängnis von Palma de Mallorca ist vorbei: Am späten Freitagabend wurde bekannt, dass die acht Kegelbrüder freigelassen wurden und auch heimreisen können. Foto: dpa

Für die Angehörigen der acht seit fast zwei Monaten im Gefängnis auf Mallorca in Untersuchungshaft festgesetzten münsterischen Kegelbrüder kam die Nachricht von deren Freilassung offenbar überraschend: Sie habe auch erst aus den Medien davon erfahren, sagt die Mutter eines der jungen Männer, die beschuldigt werden, am 20. Mai an der Playa de Palma einen schweren Brand verursacht zu haben.

Der Ehemann der Albachtenerin war nach Mallorca geflogen, um den wöchentlichen Besuchstermin im Untersuchungsgefängnis wahrzunehmen. Als er am Freitagnachmittag den Rückflug antrat, habe er ihr von der anstehenden Freilassung und der Möglichkeit zur Heimkehr der acht jungen Männer noch nichts berichtet. Von den Kegelbrüdern selbst habe es noch keine Nachricht gegeben, da ihnen vermutlich keine Handys zur Verfügung gestanden hätten, so die Albachtenerin.

Am späten Freitagabend wurden Neuigkeiten bekannt: Die acht inhaftierten Kegelbrüder haben gegen eine Kaution von jeweils 12.000 Euro die Untersuchungshaft verlassen. Die Entscheidung des Ermittlungsgerichts bestätigte Anwältin Maria Barbancho Saborit am Freitag gegenüber unserer Zeitung. Das Geld war demnach zuvor überwiesen worden und auf dem Gerichtskonto eingegangen. Die Münsteraner können Mallorca verlassen, auch wenn das Verfahren nicht eingestellt ist. Die Anwälte hatten zuletzt neue Fotobeweise vorgelegt.

Die Albachtenerin gehe davon aus, dass die Männer wahrscheinlich erst am Samstag wieder daheim seien. Die vergangenen Tage seien für die beteiligten Familien sehr belastend gewesen: „Das war nicht schön.“

Nachricht hatte sich flugs herumgesprochen

Unter den Angehörigen der Kegelbrüder hatte sich die Nachricht von deren Freilassung am Freitagnachmittag flugs herumgesprochen. „Wir freuen uns, dass die Jungs endlich wieder auf freien Fuß kommen“, sagt der Albachtener Manfred Rösmann, zu dessen erweitertem Familienkreis einer der Inhaftierten gehört. Die Freude gelte allen betroffenen Familien.

Dass die Kegelbrüder, die immer ihre Unschuld beteuert haben, noch am Freitagabend freikommen sind, haben sie laut Medienberichten besonders der spanischen Strafverteidigerin Maria Barbancho zu verdanken: Sie nutzte danach den Urlaub des zuständigen Ermittlungsrichters, um bei einer anderen Richterin erfolgreich die an Auflagen gebundene Freilassung zu beantragen.

Video in Kooperation mit dem WDR:

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