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Festakt im LWL-Museum statt Rathaus

Friedenspreis wird im Lichthof verliehen

Münster

Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens soll in gut vier Wochen im LWL-Museum für Kunst und Kultur verliehen werden. Die Preisträger und Laudatoren sind benannt. Offen sind die letzten Vorgaben mit Blick auf die dann aktuelle Corona-Lage.

Von Ralf Repöhler

Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird an Zoran Zaev (oben) und Alexis Tsipras vergeben. Foto: gap/picture alliance/  dpa/Christophe Gateau/Christoph Soeder

Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) sei gut vorbereitet und auf fast alle Eventualitäten eingestellt: Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird in gut einem Monat, am 28. August, feierlich verliehen. Davon gehen die Organisatoren mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage fest aus.

Preisträger sind der frühere griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und der amtierende nordmazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev sowie Felix Finkbeiner und die Repräsentanten der jungen „Botschafter für Klimagerechtigkeit“ von Plant-for-the-Planet.

Nicht im Rathaus

Die Verleihung des mit 100.000 Euro dotierten Internationalen Preises des Westfälischen Friedens wird nicht im Rathaus, sondern im Lichthof des LWL-Museums für Kunst und Kultur am Domplatz stattfinden. „Grund ist die Luftzirkulation, die in Pandemiezeiten besonders relevant ist“, sagt WWL-Geschäftsführer Jost Springensguth. Der WDR überträgt die Preisverleihung live. Kameras und Scheinwerfer erzeugen eine enorme Hitze. Eine Großveranstaltung bei wegen der Liveübertragung geschlossenen Fenstern wäre im Rathaus aktuell nicht durchzuführen. Das LWL-Museum bietet eine ebenso würdige wie großzügige Kulisse. 150 Zuschauer, statt wie im Rathaus 380, sind zugelassen. Sie müssen getestet, geimpft oder genesen sein.

Ob sich die Preisträger wie üblich im Anschluss auf dem Sentenzbogen des Rathauses zeigen, ist offen. „Wir erwarten zu Ende August eine neue Corona-Schutzverordnung des Landes“, sagt Springensguth mit Blick auf die dann relevanten Vorgaben.

Der für September 2020 geplante Festakt war pandemiebedingt auf dieses Jahr verschoben worden. Die Preisträger, die in Münster ausgezeichnet werden, waren damals bereits bekanntgegeben worden: Tsipras und Zaev werden für ihre Einigung im mazedonischen Namensstreit geehrt. Beide Staatsmänner haben nach Auffassung der Jury des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens entscheidend dazu beigetragen, den jahrzehntelangen Konfliktherd zu befrieden.

Ein Laudator war Schüler in Münster

Die Laudatoren sind erst in diesem Jahr benannt worden. Der lettische Staatspräsident Egils Levits stellt die Verdienste von Tsipras und Zaev heraus. Levits war in den 1970er-Jahren Schüler des Lettischen Gymnasiums in Münster und vertritt einen der drei baltischen Staaten, die 2018 mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens gewürdigt wurden. Die Laudatio auf die Jugendpreisträger hält die Bundesvorsitzende des Wirtschaftsverbandes „Die Jungen Unternehmer“ und designierte Unternehmenschefin Sarna Rösner.

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