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Grundstein für Gemeindezentrum an der Trinitatiskirche gelegt

Frischer Wind im Viertel

Münster

Im Geistviertel ist am Donnerstag der Grundstein für das neue Gemeindezentrum an der Trinitatiskirche gelegt worden. 2023 soll der Komplex bezogen werden.

Von Martin Kalitschke

Legten den Grundstein für das Gemeindehaus (v.l.): Architektin Diana Danne, Baukirchmeister Jens Korte, Superintendent Holger Erdmann, Pfarrer Martin Mustroph, Kirchmeister Erhard Schäfer, Pfarrer Hubertus Krampe und Bezirksbürgermeister Stephan Nonhoff.Legten den Grundstein für das Gemeindehaus (v.l.): Architektin Diana Danne, Baukirchmeister Jens Korte, Superintendent Holger Erdmann, Pfarrer Martin Mustroph, Kirchmeister Erhard Schäfer, Pfarrer Hubertus Krampe und Bezirksbürgermeister Stephan Nonhoff. Foto: ohw

2014 begannen die Planungen, sieben Jahre später ist nun der Grundstein für das Gemeindezentrum an der Trinitatiskirche gelegt worden. Das Gebäude sei „sichtbarer Ausdruck des Glaubens und der Kirche“, betonte am Donnerstagnachmittag Superintendent Holger Erdmann. „Gut, dass sich dieser religiöse Ort mitten in einem Wohnviertel befindet, wo die Menschen Zuflucht finden können, wenn die Stürme tosen.“

Der Rohbau des Gemeindezentrums ist bereits zu einem großen Teil fertiggestellt, im Frühjahr 2023 soll der Komplex bezogen werden. Baulich ist er mit der Kirche verbunden. Der Gemeinde werden künftig mehrere Räume zur Verfügung stehen, darunter ein großes Foyer, in dem es ein Café für die Bewohner des Südviertels geben soll. „Wir hoffen, dass es von den Menschen in der Nachbarschaft angenommen wird“, so Pfarrer Martin Mustroph am Donnerstag. Er meinte damit das Café – aber auch das Gemeindezentrum selbst, denn im Vorfeld hatte es aus eben jener Nachbarschaft auch Kritik an dem Neubau gegeben. Er sei zu groß, hieß es nach Bekanntwerden der Pläne. Mittlerweile scheinen sich die Wogen indes geglättet haben.

Wohnungen und Kita

In dem Neubau befinden sich zudem acht Wohnungen, die die Gemeinde vermieten wird. „Es gibt bereits viele Interessenten“, so Mustroph. Außerdem wird hier die evangelische Kita Fliednerhaus einziehen – mit sechseinhalb (statt bisher vier) Gruppen für bis zu 80 Kinder, wie Sabine Busch vom Evangelischen Kirchenkreis und Kita-Leiterin Dana Starmanns berichteten.

Das neue Gemeindezentrum an der Trinitatiskirche Foto: ohw

In einer Zeit, in der viele den Eindruck hätten, dass Kirche „immer weniger wird“, wehe mit dem Neubau „der frische Wind des Heiligen Geistes durch das Geistviertel“, so Mustroph.

„Das Glück im Viertel mehren“

Die Stadt sei auf Projekte wie das Gemeindezentrum angewiesen, betonte Bezirksbürgermeister Stephan Nonhoff. Zugleich warb er bei jenen Nachbarn, die das Projekt kritisch gesehen hatten, um Verständnis für den Neubau in der wachsenden Stadt Münster, es seien „Kompromisse und Gelassenheit“ angebracht.

„Das Gemeindezentrum“, zeigte sich auch Kirchmeister Eberhard Schäfer überzeugt, „wird das Glück und das Wohlbefinden im Viertel mehren.“ Ja, räumte Superintendent Holger Erdmann ein, die Kirche verändere sich, „weniger Geld, weniger Priester, weniger Menschen, die sich einbringen“. Doch der Neubau zeige auch weiterhin: „Wir sind da.“

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