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Neue Kita im Zentrum Nord

Kinder können musizieren, bauen und forschen 

Münster

Im Zentrum Nord hat am Montag eine neue Kita geöffnet. Sie ist Teil der neuen Wohnbebauung in dem Bereich. Ein Blick ins Innere zeigt ein besonderes Konzept.

Von Björn Meyer

Michael Lüke (v.l., Geschäftsführer CM-Immobilien), Sabine Trockel (Jugendamtsleiterin), Norman Stricker (Fröbel), Tupac Einfalt (Einrichtungsleiter) und Rolf Skopek (Vivawest Wohnen GmbH) im Außenbereich der neuen Fröbel-Kita an der Anton-Bruchhausen-Straße. Foto: Björn Meyer

Auf den ersten Blick mag sie unscheinbar sein, spätestens beim zweiten zieht sie dann aber doch die Aufmerksamkeit auf sich: Die kleine Tür in der Anton-Bruchhausen-Straße 3. Durch sie gehen seit Montag die dazu passenden Menschen – nämlich die Kinder der Fröbel-Kita Zentrum Nord. In den komplett neu errichteten Räumlichkeiten werden demnächst bis zu 90 Kinder, in Zukunft sogar vielleicht bis zu 110 Kinder einen Betreuungsplatz finden. Der Anfang war verheißungsvoll: „Wir hatten heute schon die ersten weinenden Kinder, die nicht mehr wegwollten“, wie der Fröbel-Geschäftsleiter der Region Westfalen-Lippe-Ruhr, Norman Stricker am Montag mit einem Lächeln berichtete.

Derzeit sind allerdings erst 62 Plätze belegt, die freien Plätze sind dabei ausnahmslos Ü3-Plätze. Es handele sich hier um einen maßnahmenbedingten Kitabau, blieb Jugendamtsleiterin Sabine Trockel bei einem Termin vor Ort ganz bewusst im Verwaltungsdeutsch. Denn errichtet hat die Kita nicht die Stadt, sondern die „CM Immobilien“, die neben der Kita zudem 282 Wohnungen für die „Vivawest Wohnen GmbH“ in direkter Nachbarschaft baute. Zudem entstehen in dem Gebiet weitere Wohnungen auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Friedrich Wilhelm August Fröbel

Hingucker und Lounge für Eltern

„Sechs Gruppen“, sagt Trockel, so hoch sei der Bedarf gewesen, den Stadt und Rat seinerzeit gesehen hätten. Und genau diese Vorgabe setzt die neue Einrichtung, für die die „Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH“ als Träger gefunden wurde, auch um. Und nicht nur das: Baulich ist die neue Kita ein echter Hingucker. Schon die Empore im Eingangsbereich, in der sich auch eine Elternlounge befindet, weist auf zwei Stockwerke hin. Im unteren sind die jüngeren Kinder von null bis drei Jahre untergebracht. Oben gestalten sich die älteren Gruppen mit Kindern von zwei bis sechs Jahren ab sofort ihre Welt.

Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn das Konzept ist ein offenes. Das bedeutet, es gibt keine Gruppenräume, dafür eine ganze Reihe Funktionsräume zu ganz unterschiedlichen Themen. Musik, Bauen und Konstruieren, Forschen, Medien und Technik, Rollenspiel und Theater, um nur einige zu nennen. Hinzu kommen ein Turnraum, Schlafräume, Küchen, ein Bistro und Bibliotheken. Nicht zu vergessen ein Außenbereich mit Spielgeräten, Kräutergarten und essbaren Wildblumen.

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