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Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie

Frühstart des „Virtuellen Krankenhauses“ in Münster und Aachen

Münster

Das Universitätsklinikum Münster beginnt im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zusammen mit der RWTH Aachen ab dem 30. März mit einer Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses für die Bereiche Intensivmedizin und Infektiologie zur optimierten Behandlung von Covid-19-Patienten in Nordrhein-Westfalen. 

Bettina Laerbusch

Im Televisitenraum der Intensivmedizin des UKM: Oberbürgermeister Markus Lewe und Prof. Hugo Van Aken (beide hinten rechts) bei der Live-Konferenzmit Dr. Tobias Mock ins Warendorfer Josephs-Hospitals. Foto: UKM/Wibberg

Die Universitätskliniken Münster (UKM) gehen an diesem Sonntag im Auftrag des Landes NRW und zusammen mit den Universitätskliniken Aachen mit einem „Virtuellen Krankenhaus“ an den Start – für die Bereiche Intensivmedizin und Infektiologie zur optimierten Behandlung von Covid-19-Patienten.

„Ziel ist es, dass auch schwer kranke Patienten in den Krankenhäusern in ihrem Wohnort bleiben können“, erläuterte am Donnerstag in Münster Prof. Dr. Hugo Van Aken, Ärztlicher Direktor des UKM. Ursprünglich sollte das Virtuelle Krankenhaus im Frühjahr 2020 zunächst in eine Pilotphase gehen. Doch Landesregierung und Ärzte wollen das Risiko, dass alle schwer erkrankten Covid-19-Patienten in Unikliniken gebracht werden und dann Intensivbetten fehlen, minimieren.

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und Prof. Hugo Van Aken (UKM) lassen sich von Daniela Bause die telemedizinische Infrastruktur zur Beratungder Kliniken in Westfalen-Lippe in Sachen Covid erklären. Foto: UKM/Wibberg

Bei schweren Krankheitsverläufen soll das Behandlungsniveau in jedem Krankenhaus im Land mit dem eines Maximalversorgers vergleichbar sein – indem Ärzte der Universitätskliniken Kollegen in deren Krankenhäusern unterstützen. Ärzte am UKM zeigten am Donnerstag, wie das konkret aussieht: Per Videoschalte und „auf Augenhöhe“, wie sie betonten, gehen sie mit dem behandelnden Arzt vor Ort ans Bett des jeweiligen Patienten. Sie sehen ihn, sprechen mit ihm. Die Uniklinik Münster wird das für 200 Krankenhäuser im Bereich der Ärztekammer Westfalen-Lippe tun.

Eine 24-Stunden-Hotline werde es geben, sagte Dr. Christian Juhra, Leiter der Stabsstelle Telemedizin am UKM. Hat das UKM Freiräume, um Kollegen und Patienten in 200 anderen Häusern zur Seite zu stehen? Zwölf von 40 OP-Sälen seien im UKM derzeit nicht in Betrieb, so Van Aken. Freie Kapazitäten seien vorhanden.

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