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„Kultur-Truck“ kommt nach Münster

Für den Erhalt der Kultur in Corona-Zeiten

Münster

Von allen gebeutelten Bereichen unserer Gesellschaft ist die Kultur in Corona-Zeiten sicherlich eine der am stärksten betroffenen. Dass Kultur aber immens wichtig ist, ja sogar die Identität einer Gesellschaft bestimmt, darauf wollen zwei Familien hinweisen, die am Mittwoch (2. Juni) auf ihrer Deutschland-Tour mit ihrem „Kultur-Truck“ auch nach Münster kommen.

Mit ihren beiden Fahrzeugen touren die Familien Baitinger und Kreuziger – wie hier in Fulda – derzeit im Dienste der Kultur quer durch Deutschland. Foto: pd

Die Musiker- und Gastronomie-Familien Kreuziger und Baitinger aus Potsdam und Hünfeld in Hessen fahren vom 15. Mai bis 21. Juni mit zwei Wohnmobilen im Uhrzeigersinn durch ganz Deutschland. Ihr „Kultur-Truck“ macht in Orten Halt mit der Botschaft „Kultur ist relevant“ – am heutigen Mittwoch um 17 Uhr auch auf dem Stubengassenplatz. 

Die Aktionen des „Kultur-Trucks“ werden laut Pressemitteilung der Veranstalter bei den Behörden als Versammlungen zum Thema „Für den Erhalt der Kultur in der Corona-Zeit“ angemeldet. Denn Kultur, so die beiden Familien in einer Pressemitteilung, gehört nicht nur zum Leben, Kultur ist Leben.  Kunst, Musik, Genuss-Kultur, Konzerte, Museen, Galerien, Sport, Lesungen: All das sei nicht nur „Unterhaltung“, sondern diene „unserer kulturellen Identität und damit unserem kulturellen Immunsystem“.

Reden, Musik und Valencianische Paella

Der „Kultur-Truck“ soll daran erinnern und ein Licht in die Welt tragen.  Die Versammlungen werden im aktuellen gesetzlichen Rahmen in Absprache mit der Polizei durchgeführt, heißt es weiter. Es wird Rede- und Musikbeiträge geben. Außerdem wird im Rahmen der Versammlung eine original Valencianische Paella gekocht, die an sozial und kulturell Bedürftige verschenkt werden soll.

Der „Kultur-Truck“ finanziert sich durch Spenden, die vorab und während der Tour gesammelt werden. Wer die Aktion unterstützen möchte, ist ab 17 Uhr auf dem Stubengassenplatz richtig. Ein Eintritt wird nicht erhoben, Spenden sind dafür jederzeit willkommen.

Über 30 Städte und Orte besuchen die beiden Familien bis Ende Juni. Foto: pd

Noch einmal die beiden Familien: „Die Gesellschaft ist tief gespalten: Die einen bangen um ihre Gesundheit, die anderen um ihre Grundrechte. Wo ist der gemeinsame Nenner? Wir finden, er ist im Miteinander, im einander Zuhören und im gegenseitigen Respekt. Kultur schafft Orte des Miteinanders. Wenn wir aufeinander hören, uns erinnern und überlegen, was für uns wirklich zählt, haben wir eine Chance, aus dieser Zeit gestärkt hervorzugehen und vielleicht sogar dadurch zu einer neuen Mitmenschlichkeit zu gelangen. Deshalb wollen wir etwas Wertvolles zu Dir nach Hause bringen: positive Energie in Form von herzerwärmender Musik und richtig gutem Essen.“

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