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Kommentar

G7-Treffen in Münster: Eine gute Visitenkarte

Münster

Dass Münster sich als Ort für künftige Friedensgespräche und diplomatischen Konsultationen zur Verfügung stellt, ist folgerichtig, meint unser Kommentator zum Abschluss des zweitägigen G7-Treffens in der Friedensstadt.

An der Fassade des Historischen Rathauses in Münster, wo sich die Teilnehmer der G7 treffen, weht eine G7 Fahne. Foto: dpa

Zwei Tage stand Münster im Blick der Weltöffentlichkeit. Das G7-Außenminister-Treffen im geschichtsträchtigen Friedenssaal sorgte für beeindruckende Bilder vom Ort des Westfälischen Friedens. Angesichts dessen mag man erahnen, dass im benachbarten Osnabrück ein wenig neidisch gen Münster geguckt wurde.

Anders als bei großen Treffen oder Prominenten-Besuchen in der Vergangenheit bekamen die Münsteranerinnen und Münsteraner die Spitzenpolitiker indes kaum zu sehen. Was nicht zuletzt an den strengen und raumgreifenden Sicherheitsvorkehrungen lag. Ein Bad in der Menge oder ein Gruß vom Sentenzbogen waren bei dem Arbeitstreffen leider nicht vorgesehen. So blieb das Zentrum auffällig menschenleer, was manche Geschäftsleute teuer zu stehen kam. Das sollten Lokalpolitik und Verwaltung nach aller G7-Freude bei künftigen Entscheidungen nicht vergessen, wenn die Innenstadt weiter vitaler Handelsplatz bleiben soll.

Gemeinsames Ringen um eine bessere Welt

Dass mehrere Demonstrationen mit unterschiedlichen Anliegen in Ruf- und Sichtweite zum Rathaus stattfinden konnten, entspricht bester demokratischer Tradition. Dass diese einen friedlichen Verlauf genommen haben, ließ deren Anliegen in den Vordergrund rücken. Das Ringen um eine bessere Welt bleibt eine gemeinsame Sache. Als Ort internationaler Konsultationen hat Münster eine ausgezeichnete Visitenkarte abgegeben. Das Angebot der Stadt, für künftige Gespräche erneut den Friedenssaal zur Verfügung zu stellen, ist folgerichtig.

Alle grundlegenden Informationen zum G7-Treffen in Münster finden Sie auf unserer Special-Seite. Und unter folgendem Link steht das gesamte WN-Angebot vier Wochen kostenfrei zur Verfügung: wn.de/digitalbasis

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