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G7-Treffen

Polizei zieht positive Bilanz – Lewe „sehr zufrieden“

Münster

Das G7-Treffen der Außenminister ist zu Ende. Zeit für eine Bilanz: In Münster fällt sie bei den unterschiedlichsten Akteuren ganz überwiegend positiv aus. Oberbürgermeister Markus Lewe hat dem Auswärtigen Amt zudem eine Einladung ausgesprochen.

Annalena Baerbock (r.) und ihre Außenministerkollegen James Cleverly (v.l., Großbritannien), Antonio Tajani (Italien), Antony Blinken (USA) und Catherine Colonna (Frankreich) während ihrer Arbeitssitzung am Freitag im Friedenssaal. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa-pool/dpa

Mit Pressekonferenzen der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock und ihres US-amerikanischen Amtskollegen Antony Blinken im LWL-Museum für Kunst und Kultur ist am frühen Freitagabend das zweitägige Treffen der G7-Außenminister in Münster zu Ende gegangen. Und das „friedlich und störungsfrei“, wie Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf in einer Mitteilung bilanzierte.

Die Beamten hätten zwölf Versammlungen mit mehr als 3000 Teilnehmenden geschützt. „Bürgerinnen und Bürger konnten ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlung an beiden Konferenztagen wahrnehmen“, so die Polizeipräsidentin. Das Sicherheitskonzept habe sich bewährt, die Bürger hätten viel Verständnis für die Maßnahmen aufgebracht, die die Polizei treffen musste, um die Sicherheit der Staatsgäste zu gewährleisten.

Lewe „sehr zufrieden“

Auch Oberbürgermeister Markus Lewe zeigte sich in seiner Bilanz „sehr zufrieden“. Die Organisation habe reibungslos geklappt, vor allem habe ihn die Atmosphäre im Friedenssaal sehr beeindruckt. „Die Ministerinnen und Minister haben den Standort sehr genau wahrgenommen. Ihnen war die Bedeutung des Raumes, in dem sie getagt haben, sehr bewusst.“

Lewe hat nach eigenen Angaben in einem Gespräch mit Außenministerin Annalena Baerbock angeboten, dass der Friedenssaal in Zukunft durch das Auswärtige Amt für hochrangige Treffen genutzt werden dürfe.

Kaufleute hoffen auf Werbeeffekt des G7-Treffens

Die Bilanz von Thomas Zumnorde, Sprecher der Prinzipalmarkt-Kaufleute, fällt zweigeteilt aus: Die Vorbereitung des G7-Treffens sei „holprig“ gewesen, die Veranstaltung selbst aber sehr würdig, das Leben in der Stadt „den Umständen entsprechend gut“. Von Münster sei eine politische Botschaft ausgegangen, die über den Tag hinaus wirke. Der damit verbundene „Werbeeffekt“ könne unter Umständen die zwei Tage Umsatz kompensieren, „die uns fehlen“.

Sehr kritisch äußerte sich Zumnorde über die „vom Auswärtigen Amt gesteuerte“ Planung des Gipfels. Für die Nachbarn habe sich ein „Gefühl der Fremdbestimmtheit“ eingestellt. Die Stadt Münster, so sein Fazit, kommuniziere bei Großveranstaltungen in der Innenstadt „viel besser“.

Absperrgitter werden wieder abgebaut

Gerade erst waren die Minister am Freitagmorgen für weitere Beratungen am Rathaus eingetroffen, da begann in den Hotels bereits der Kehraus. Schon am Vormittag checkten etliche Teilnehmer im Atlantic Hotel aus, später am Tag im Mövenpick, wie die Direktoren berichteten. Einige Gäste würden bis Samstag bleiben. Zugleich wurden in den Hotels bis zum Abend die Sicherheitsmaßnahmen nach und nach zurückgefahren.

Unmittelbar nach Ende der Abschlusspressekonferenz wurden die Absperrgitter rund um Prinzipalmarkt und Domplatz abgebaut. Noch bis Samstagmittag soll laut Polizei die Engelstraße vor dem Atlantic Hotel gesperrt bleiben. Die für das G7-Treffen im Rathaus und im Stadtweinhaus angelieferten technischen Anlagen sowie der G7-Tisch, an dem die Außenminister Platz genommen hatten, sollen im Laufe des Samstags abtransportiert werden.

Alle grundlegenden Informationen zum G7-Treffen in Münster finden Sie auf unserer Special-Seite. Und unter folgendem Link steht das gesamte WN-Angebot vier Wochen kostenfrei zur Verfügung: wn.de/digitalbasis

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