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G7-Treffen

Schlossplatz und Prinzipalmarkt: Protest für Klima und Frieden

Münster

Die ganz großen Demonstrationen blieben aus: Zur Friedensdemo am Prinzipalmarkt und zur Klima-Demo am Schloss kamen weniger Teilnehmer als erwartet – ihren Forderungen verliehen sie trotzdem energisch Nachdruck.

Münster hat schon größere Klima-Demos gesehen, dennoch gingen auch diesmal viele Menschen auf die Straße. Foto: Matthias Ahlke

Über 1000 Menschen haben am Donnerstagnachmittag auf dem Schlossplatz für globale Klimagerechtigkeit demons­triert, nach gut einer Stunde setzte sich von dort ein Demonstrationszug zur Stubengasse in Bewegung. Unter den Rednern der Kundgebung auf dem Schlossplatz war der Berliner Professor Volker Quaschning, Mitbegründer von Scientists for Future. Aufgerufen zu der Demo hatten die münsterischen Ortsgruppen von Fridays for Future, Greenpeace, Seebrücke und Klima-Entscheid.

Philipp Voß, einer der Sprecher des Bündnisses, betonte am Rande der Demo, dass man nicht das Treffen der G7-Außenminister kritisiere, sondern lediglich die Klimapolitik der jeweiligen Länder. Man fordere Gespräche auf Augenhöhe mit den Ländern, die schon jetzt am meisten unter der Klimakrise leiden.

„Schwarzer Block“ bei Klimademo in Münster

Auch Münsters Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf hatte sich zwischenzeitlich ein Bild von der Kundgebung am Schlossplatz gemacht. Schnell zog es Dorndorf mit ihren Begleitern aber wieder an einen anderen Ort. Grund zur Sorge musste sie derweil nicht haben, die Demo blieb friedlich. Wenngleich – untypisch für eine münsterische Klima-Demo – beim Marsch zur Stubengasse ein „schwarzer Block“ im Demonstrationszug auszumachen war.

Dieser setzte sich laut einer Polizeisprecherin an der Stubengasse von der friedlichen Versammlung ab. Die Polizei sah sich nach eigenen Angaben dazu gezwungen, die Identitäten der Personen festzustellen, da diese die polizeilichen Weisungen nicht befolgt hätten. Nun werde geprüft, ob Verstöße gegen das Versammlungsgesetz vorliegen würden.

Die Kundgebung „Verhandeln statt schießen! Frieden schließen!“ am Prinzipalmarkt in Höhe der Lambertikirche sollte mit 5000 angemeldeten Teilnehmern die größte Demonstration des Donnerstags werden, doch tatsächlich gingen schätzungsweise nur einige Hundert Personen auf die Straße. Die waren aber besonders ausdauernd: Von 14 Uhr bis in die regnerischen Abendstunden forderten sie von den Staatenlenkern allgemeine Abrüstung und mit Blick auf den Krieg in der Ukraine Diplomatie statt Waffenlieferungen.

Organisiert hatte die Kundgebung die Friedenskooperative Münster zusammen mit pax christi und der Friedensgesellschaft Münster. Neben den Redebeiträgen gab es außerdem Musikbegleitung sowie Gedichte.

Alle grundlegenden Informationen zum G7-Treffen in Münster finden Sie auf unserer Special-Seite. Und unter folgendem Link steht das gesamte WN-Angebot vier Wochen kostenfrei zur Verfügung: wn.de/digitalbasis

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