1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Münsters gute Stube wird zur Sperrzone

  8. >

G7-Treffen

Münsters gute Stube wird zur Sperrzone

Münster

Von einem ruhigen Tag rund um den Domplatz und Prinzipalmarkt kann keine Rede sein: Seit mehreren Stunden bauen Einsatzkräfte von Polizei und THW Absperrgitter auf und sichern nach und nach den Bereich ab. Dies hatte auch Auswirkungen auf das Marktgeschehen.

Das Technische Hilfswerk Ibbenbüren hat zusammen mit der Polizei die Absperrgitter für die Sicherheitszone am Prinzipalmarkt aufgebaut. Dabei kam ein ferngesteuerter Geländestapler zum Einsatz. Foto: Oliver Werner

Eigentlich sollte der Wochenmarkt am Domplatz am Tag vor dem G7-Außenministertreffen ganz normal stattfinden wie sonst auch. Doch schon am Mittwochmorgen wird deutlich: Normal ist rund um das politische Großereignis gar nichts.

Deutlich weniger Marktstände, dafür mehr nacktes Kopfsteinpflaster – zahlreiche Beschicker hatten ihre Stände erst gar nicht aufgebaut. Der Grund: Der Termin zwischen den Feiertagen zum Wochenstart und dem G7-Treffen machte einen Kundenansturm nicht unbedingt wahrscheinlich.

G7-Flaggen auf dem Prinzipalmarkt

Und tatsächlich: Es ist ein eher ruhiger Tag, vor allem am Morgen sei deutlich weniger Kundschaft gekommen als normalerweise, sagt Sascha Corbach vom Stand „Pasta Grande“. Mohamad Rasho vom Fruchthändler „Paris direkt“ erzählt, dass manche Kunden überrascht gewesen seien, dass der Markt überhaupt stattfand.

Während der Markttag in seine letzten Stunden geht, nehmen nebenan am Prinzipalmarkt die Aufbauarbeiten Fahrt auf. G7-Flaggen werden an den Häusern montiert, rund ums Rathaus laufen an der Organisation beteiligte Menschen hektisch telefonierend auf und ab, erste Übertragungswagen von Fernsehsendern gehen auf Position im Rathausinnenhof. Oberbürgermeister Markus Lewe gibt erste Interviews und betont, wie herausragend das Ereignis für die Stadt und wie bedeutend die vom Friedenssaal ausgehende Botschaft sei.

Die Polizei rückt unterdessen mit Lastwagen an, die Absperrgitter geladen haben. Zusammen mit dem Technischen Hilfswerk Ibbenbüren bauen die Polizisten die Absperrungen entlang des Prinzipalmarktes auf.

Domplatz wird eingezäunt

Nach und nach wird Münsters gute Stube zur Sicherheitszone. Die meisten Geschäfte, die im Sperrbereich liegen, hatten bereits vergangene Woche mitgeteilt, an beiden Tagen nicht öffnen zu wollen. Wer geht schon einkaufen, wenn er erst Demonstrationen umkurven und ihn dann ein Polizist zum Geschäft begleiten muss? Das Bekleidungsgeschäft Tommy Hilfiger gehörte zu den wenigen, die geöffnet bleiben wollten, „aber wegen der Demos haben wir uns jetzt auch entschlossen, zuzumachen“, sagte Store-Manager Thomas Kuznik und ergänzt mit Blick auf den Trubel: „Ich bin gespannt, wie das hier am Samstag aussieht.“

Zurück zum Markt: Nachdem die Kehrmaschinen gegen 17 Uhr das Pflaster geschrubbt haben und die letzten Beschicker abgezogen sind, rücken Einheiten von Polizei und THW an. Gegen 18 Uhr bauen sie Absperrungen rund um den Domvorplatz, am Prinzipalmarkt sowie an den Zugängen rund um das LWL-Museum für Kunst und Kultur auf. Außerdem steht auf dem Domplatz mit Blick auf das Rathaus eine Bühne für die Fernsehübertragungen, die Mülleimer sind rund um den Domplatz aus Sicherheitsgründen außer Betrieb.

Alle grundlegenden Informationen zum G7-Treffen in Münster finden Sie auf unserer Special-Seite. Und unter folgendem Link steht das gesamte WN-Angebot vier Wochen kostenfrei zur Verfügung: wn.de/digitalbasis

Startseite
ANZEIGE