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Ehemaliger Münsteraner

Wie ein RTL-Reporter über das G7-Treffen berichtet

Münster

In Greven machte Christian Wilp sein Abitur, in Münster studierte er und begann seine journalistische Karriere bei den Westfälischen Nachrichten. Mittlerweile arbeitet Wilp als Chefkorrespondent bei RTL/ntv und berichtet live vom G7-Treffen.

Christian Wilp (RTL/ntv) Foto: André Cerveny/ntv

Statt der eigentlich geplanten Barbarossa-Ausstellung tummeln sich aktuell etwa 200 Journalisten aus aller Welt im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Einer von ihnen ist Christian Wilp vom Fernsehsender RTL/ntv.

Er reiste am Mittwochabend von Berlin an, der ehemalige Redakteur dieser Redaktion arbeitet seit 2011 als Chefkorrespondent in der Bundeshauptstadt, berichtet regelmäßig aus dem Deutschen Bundestag und betreut in erster Linie das Finanzministerium um Minister Christian Linder (FDP) und das Außenministerium um Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen). Letztere führt den 57-jährigen Familienvater, der gebürtig aus Greven kommt und in Münster unter anderem Politikwissenschaften studiert hat, in seine Heimat zurück.

Krieg in der Ukraine als eines der Hauptthemen

„Ich war schon öfters für die Arbeit in Münster, etwa bei Bundesparteitagen. Es ist immer wieder schön zurückzukehren. Das Außenministertreffen bekommt in den aktuellen Zeiten eine besondere Note.“ Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, eine global angespannte Wirtschaftslage sowie der Umgang mit China sind für ihn die Hauptthemen des Treffens.

Team mit neun Mitarbeitern

Zu diesem schickt der Fernsehsender neun Mitarbeiter, darunter zwei Reporter sowie Producer, Assistenten und Kameramänner. Untergebracht in einem Hotel am Hansator, arbeitet er aus dem LWL-Museum heraus.

Seit Mittwochmittag findet stündlich eine Schalte vom Domplatz mit Blick auf das Rathaus und den Prinzipalmarkt statt, die Reporter bedienen in erster Linie das Programm von „ntv“ und behalten dabei auch das Demo- und Sicherheitsgeschehen in der Stadt rund um die Uhr im Blick. Außerdem werden die Pressekonferenzen live geschaltet. Sogenannter „Poolführer“ ist der WDR, der die Bilder für die Sender zur Verfügung stellen wird.

Münster ist ein „passender Ort“

Insgesamt bewertet Wilp, der seine journalistische Karriere bei den Westfälischen Nachrichten begann, Münster als einen „passenden Ort“: „Es gibt ja immer die Diskussion, ob solche Treffen nicht besser digital stattfinden können, aber ich denke, besonders in den aktuellen Zeiten ist es wichtig, den direkten Austausch zu suchen.“ Münster sei – anders als die schlimmen Vorfälle in Hamburg beim G20-Gipfel 2017 zeigen – ein „ruhiges Pflaster“.

Baerbock, so schätzt es Wilp ein, werde „besonders mit denjenigen reden, die sie nicht so oft trifft“. Beispiel: der japanische Außenminister Yoshimasa Hayashi. Die G7 zeichne besonders aus, „dass sie ein Verbund gemeinsamer Werte“ seien.

Alle grundlegenden Informationen zum G7-Treffen in Münster finden Sie auf unserer Special-Seite. Und unter folgendem Link steht das gesamte WN-Angebot vier Wochen kostenfrei zur Verfügung: wn.de/digitalbasis

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