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Temporäre Räumung

Schlüsselübergabe am Gasometer

Münster

Das Gazo-Kollektiv des Vereins Sozialpalast hat das Gasometer-Gelände geräumt und den Stadtwerken die Schlüssel übergeben – im zweiten Anlauf nach langem Streit.

Die Stadtwerke Münster wollen den Gasometer und das dazugehörige Areal an einen Investor veräußern. Foto: Matthias Ahlke

Erfolgreiche Übergabe im zweiten Versuch: Das Gazo-Kollektiv im Verein Sozialpalast hat am Montag den Stadtwerken Münster das geräumte Gasometer-Gelände überlassen. Ohne Probleme habe die Schlüsselübergabe stattgefunden, sagte Stadtwerke-Sprecher Florian Adler. Damit sei der Weg frei, um die „Gasometer-Börse“ am 19. Januar als Informationsveranstaltung für potenzielle Investoren in neutralem Umfeld durchzuführen.

Eigentlich hätte das Gazo-Kollektiv, das das Areal in den vergangenen eineinhalb Jahren von den Stadtwerken gepachtet hatte und dessen Mietvertrag am 30. September ausgelaufen war, das Gelände bereits im vergangenen Oktober verlassen sollen. Doch diesen Termin ließ das Kollektiv sausen, weil es das Gelände bis zu dessen Verkauf weiter für kulturelle und soziale Zwecke nutzen wollte. Nach wochenlangem Streit einigten sich die Stadtwerke und das Kollektiv im Dezember darauf, dass es das Gelände für den Januar verlässt, Anfang Februar aber wiederkommen darf – bis ein Investor gefunden ist.

Kollektiv ohne festen Ort im Januar

Abbau, Einlagerung, Reinigung – für den Sozialpalast brachte die temporäre Räumung einige Arbeit mit sich. Technisches Equipment habe der Verein eingelagert, doch nicht für alles fand er Unterstellmöglichkeiten, wie Janis Ester von der AG Öffentlichkeitsarbeit mitteilte. Eineinhalb Container voll mit Sitzmöbel, Schränken und Ähnlichem hätten sie zum Wertstoffhof fahren müssen. Das Gazo-Kollektiv hat vorerst keinen festen Ort, weshalb im Januar auch keine öffentlichen Veranstaltungen geplant seien, wie Ester sagt. „Wir sind aber zuversichtlich, dass sich unsere Mühen gelohnt haben und wir bald wieder vor Ort sein können“, sagte Ester.

Die Stadtwerke freuen sich indes auf die „Gasometer-Börse“. Erste Interessensbekundungen lägen vor, wie Adler mitteilte.

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