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Betrieb in Handorf

Geflügelpest-Verdachtsfall in Münster

Am Montag wurde ein Fall von Geflügelpest in Beelen im Kreis Warendorf bestätigt. Jetzt gibt es auch in Münster den ersten Verdachtsfall. Betroffen ist ein Putenmastbetrieb in Handorf.

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Foto: picture alliance/dpa/Hauke-Christian Dittrich

Das Gesundheits- und Veterinäramt der Stadt Münster hat einen Geflügelpest-Verdachtsfall im Stadtteil Handorf identifiziert. Betroffen ist laut einer städtischen Pressemitteilung ein Putenmastbestand mit einer Bestandsgröße von 6800 Puten. Am Montag war ein Fall von Geflügelpest in Beelen im Kreis Warendorf bestätigt worden.

Die abschließende Bestätigung des Verdachts durch das zuständige Friedrich-Loeffler-Institut stehe noch aus. Das Krisenteam des Veterinäramtes der Stadt Münster nehme gleichwohl bereits Kontakt mit einzelnen Geflügelhaltern im Stadtgebiet auf und spreche eine sofortige Stallpflicht für deren Bestände aus. "Eine entsprechende Allgemeinverfügung der Stadt Münster sowie ein Erlass des Landes NRW sind in Kürze ebenfalls zu erwarten", heißt es weiter. Danach sei mit einer Stallpflicht für alle Geflügelbestände im gesamten Stadtgebiet zu rechnen.

Geflügelpest ist hochansteckend

Die Aviäre Influenza ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die ihren natürlichen Reservoirwirt im wilden Wasservogel hat. Diese Viren treten in zwei Varianten (gering/hochpathogen) und verschiedenen Subtypen (H1-16 in Kombination mit N1-9) auf. Geringpathogene aviäre Influenzaviren der Subtypen H5 und H7 verursachen bei Hausgeflügel, insbesondere bei Enten und Gänsen, kaum oder nur milde Krankheitssymptome. Allerdings können diese Viren spontan zu einer hochpathogenen Form mutieren, die sich dann klinisch als Geflügelpest zeigt.

Rückfragen

Für Rückfragen zur Geflügelpest stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veterinäramtes unter der Telefonnummer 0251/492 5461 montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr und unter veterinaeramt@stadt-muenster.de zur Verfügung.

Die Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen. "Bei Vögeln vorkommende Influenza A-Viren können auch Erkrankungen bei Menschen hervorrufen und werden dann auch als Vogelgrippe bezeichnet", wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Übertragung von Vogelinfluenzaviren vom Tier auf den Menschen sei jedoch nicht sehr ansteckend. Wenn es dennoch zu einer solchen Übertragung auf den Menschen komme, könne das zu schweren Erkrankungen führen.

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