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Runder Tisch tagte erstmals

Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt in Münster

Münster

Die im Sommer 2020 bekanntgewordenen Fälle schweren sexuellen Missbrauchs in Münster haben die Stadt schockiert. Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen wollen sich nun gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt einsetzen.

In diese mittlerweile abgerissenen Gartenlaube soll es zu schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern gekommen sein. Foto: dpa

Erstmals tagte vor wenigen Tagen der Runde Tisch "Gegen sexualisierte Gewalt in Münster" im Rathausfestsaal. "Ziel des neuen Gremiums ist es, die Kooperation und Kommunikation verschiedener Organisationen im Kinderschutz zu verbessern und verbindliche und überprüfbare Absprachen zur zukünftigen Zusammenarbeit zu treffen", heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. Anlass für das neue Gremium seien die im Sommer 2020 bekanntgewordenen Missbrauchsfälle in Münster-Kinderhaus.

Mitglieder des Runden Tisches sind Vertreter und Vertreterinnen aus den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheit, Schule, Sport, Politik und Wissenschaft sowie Fachberatungsstellen und Interessensvertretungen. Im Themenkomplex sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen soll das neue Gremium eng zusammenarbeiten und auch die Möglichkeiten der Prävention gemeinsam in den Blick nehmen. Zweimal jährlich sei ein Treffen vereinbart worden. Dazu sollen Arbeitsgruppen je nach Bedarf zusammentreffen.

Positives Fazit nach der ersten Sitzung

Das Fazit nach der ersten Sitzung ist positiv: "Der ‚Runde Tisch gegen sexualisierte Gewalt in Münster‘ ist mir ein persönliches Anliegen. Besonders nach den Vorkommnissen im letzten Sommer in Münster-Kinderhaus ist es noch wichtiger geworden, in diesem Bereich aktiv zu werden und eine besonders gute und unkomplizierte Kooperation mit allen Beteiligten zu gewährleisten", betont Oberbürgermeister Markus Lewe in der Pressemitteilung.

Vor der ersten Tagung des ‚Runden Tisches gegen sexualisierte Gewalt in Münster‘ kamen die Mitglieder des Gremiums im Rathausinnenhof zusammen. Foto: Stadt Münster/Münster View

Die Leiterin des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, Sabine Trockel, ist ebenso zufrieden mit der Auftaktveranstaltung: "Heute haben wir übergeordnete Absprachen zu Rahmenbedingungen und konzeptionellen Zielen des ‚Runden Tisches‘ getroffen und uns einem gemeinsamen Selbstverständnis im Sinne einer Verantwortungsgemeinschaft für die Kinder und Jugendlichen in Münster genähert. Dies sind gute erste Schritte, um für den ‚Runden Tisch‘ im Laufe des Prozesses konkrete Strukturen zu entwickeln."

Die nächste planmäßige Sitzung ist für den 9. September angesetzt.  

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