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Automobil-Club kritisiert Pläne

„Generell Tempo 30 löst Probleme nicht“

Münster

Gegenwind für Tempo-30-Offensive: Der Automobil-Club Münster kritisiert Überlegungen, Tempo 30 weitgehend flächendeckend einzuführen. Dies löse die aktuellen Probleme nicht, ist der ACM überzeugt.

Der ACM kritisiert die Tempo-30-Pläne. Foto: Oliver Werner

„Die Einführung einer generellen Tempo-30-Regelung innerhalb der Stadt ist nicht die Lösung der Probleme.“ Dies stellt der Automobil-Club Münster im ADAC (ACM) in einer Pressemitteilung klar. Bereits vor Jahren wurde die Geschwindigkeit auf vielen Hauptstraßen von 70 und 60 km/h auf 50 km/h reduziert, um angeblich die Verkehrssicherheit zu erhöhen, ohne den Verkehrsfluss zu verschlechtern. „Und was hat es gebracht? Die Unfallstatistiken der letzten Jahre zeigen, dass dort keine signifikanten Verbesserungen an Sicherheit erreicht werden konnten, weil die Unfallgefahren hauptsächlich nichts mit der Geschwindigkeit zu tun haben, sondern Fehlverhalten, Unachtsamkeit und unklare Verkehrssituationen zu Unfällen führen“, betont der ACM.

Geld besser woanders investieren

Er plädiert für mehr Gelassenheit, Toleranz und Verständnis aller Verkehrsteilnehmer, denn nur dadurch und nicht durch rigide Verwaltungsmaßnahmen und hohe Zielsetzungen für „europäische Superlative“ lasse sich die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Die mehr als 150 Tempo-30-Bereiche hätten sich speziell in Wohngebieten bewährt.

Der Deutsche Städtetag erkläre zwar, nicht generell Tempo 30 in den Städten einführen zu wollen, doch im Ergebnis dürfte es so sein, fürchtet der ACM. „Das Geld könnte und sollte besser in die Verbesserung von unklaren und gefahrenträchtigen Bereichen investiert werden zum Wohle aller.“

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