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Silvesterpredigt in St. Lamberti

Genn entschlossen gegen Missbrauch

Münster

Münsters Bischof Felix Genn zeigt sich entschlossen im Umgang mit dem Missbrauchsskandal innerhalb der katholischen Kirche. Die Aufklärung müsse weiterhin im Vordergrund stehen, sagte Genn in seiner Silvesterpredigt.

Ralf Repöhler

Münsters Bischof Felix Genn   Foto: Oliver Werner

Der Bischof von Münster, Felix Genn, zeigte in seiner Silvesterpredigt Verständnis für diejenigen Katholiken, die die katholische Kirche aufgrund „dieser furchtbaren Ereignisse des Missbrauchs verlassen und ihr den Rücken kehren“.

Genn bat vor zahlreichen Gläubigen am Silvestervormittag in der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti trotzdem darum, inständig zu prüfen, ob das wirklich der richtige Schritt sei. „Oder ob nicht jeder von uns, selbst wenn er persönlich in keiner Weise schuldig geworden ist, dazu beitragen kann, durch seinen Einsatz und seine Solidarität die Kirche zu reinigen und zu heilen“, so Genn weiter.

Schwere Schatten

Der Bischof sprach von schweren Schatten im Zusammenhang mit den Erkenntnissen aus der Missbrauchsstudie. „Dabei mussten wir erfahren, wie groß die Schmerzen und Verwundungen vieler betroffener Menschen auch in unserem Bistum bis heute sind.“ Von Schmerz und Scham, von Reue und Bekehrung zu sprechen sei einerseits notwendig, höre sich aber auf Dauer auch sehr leicht an.

Immer wieder würden Taten gefordert, dabei werde aber leider oft übersehen, was im Bistum Münster bereits geschehen sei. „Und die Zusicherung gilt, dass diese Aufgabe weiter im Vordergrund stehen muss“, betonte Genn.

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