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Mathilde-Anneke-Gesamtschule im Rat

„Gesamtschule darf nicht zum münsterischen BER werden“

Münster

Die Mathilde-Anneke-Gesamtschule bekommt ein neues Schulgebäude. Wann? Die Antwort auf diese Frage hat sich schon mehrfach geändert – sehr zum Ärger der münsterischen Ratsmitglieder.

Klaus Baumeister

Die Bauarbeiten an der Mathilde-Anneke-Gesamtschule ruhen weitgehend. Aber es wurden einige Musterelemente aufgebaut. Foto: kb

Die Kritik war heftig – und sie war direkt an den städtischen Immobiliendezernent Matthias Peck gerichtet. „Die Mathilde-Anneke-Gesamtschule darf keine münsterische Version des Berliner Flughafens BER werden, immer teurer und mit der Vollendung weiter im Verzug.“ Mit diesen Worten kommentierte der CDU-Ratsherr Mike Bruns die 470 000 Euro teure Übergangslösung für die im Aufbau befindliche Gesamtschule an der Andreas-Hofer-Straße.

Einstimmig wurde das Vorgehen der Stadt abgesegnet. Bruns wie auch die SPD-Ratsfrau Doris Feldmann hatten gleichwohl die Faust in der Tasche. Feldmann sprach von einer „Katastrophe“ für die Gesamtschule. Die Schule kann – entgegen der Planung – nicht im kommenden Jahr in den Neubau einziehen. Da auch bereits ein früherer Einzugstermin geschoben werden musste, müssen für insgesamt zwölf Eingangsklassen aus zwei Jahrgangsstufen provisorische Lösungen gefunden werden.

Lob für die Schule selbst

Feldmann lobte bei dieser Gelegenheit ganz ausdrücklich die Schule selbst, die mit bewundernswerter Gelassenheit auf die Misere reagiere. Sie ist in der alten Fürstenbergschule untergebracht.

Bruns erinnerte in der Aussprache daran, dass bereits vor fünf Jahren der Architektenwettbewerb für das Gebäude auf den Weg gebracht worden sei. „Eigentlich hätten wir uns schon über die Eröffnung freuen sollen.“ Diese soll jetzt 2022 erfolgen. Wegen der Verzögerung muss der provisorische Mensabetrieb erweitert werden.

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