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13. Jüdische Kulturtage eröffnet

Geschenk und Bereicherung

Münster

Oberbürgermeister Markus Lewe hat die 13. Jüdischen Kulturtage offiziell eröffnet. In den kommenden Wochen gibt es mehrere hochkarätig besetzte Lesungen.

Von Martin Kalitschkeund

Eröffnung der Jüdischen Kulturtage mit (v.l.) Andreas Determann, Markus Lewe, Mike Khunger, Ellen Presser, Anna Ringbeck, Johannes Schnocks und Susanne Eichler. Foto: Oliver Werner

„Es ist ein Schatz, dass es jüdische Kultur in dieser Stadt gibt“: Mit diesen Worten eröffnete am Dienstagabend Oberbürgermeister Markus Lewe die 13. Jüdischen Kulturtage. Seit 1995 werden sie im Abstand von zwei Jahren von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Volkshochschule organisiert. In diesem Jahr drehen sich die Veranstaltungen um das Thema „Deutsch-Jüdische Literatur heute“.

„Ich fühle mich hier zu Hause“, so Lewe im Festsaal der Jüdischen Gemeinde. Der Oberbürgermeister bezeichnete die jüdische Kultur als ein „ganz besonderes Geschenk“ und eine „große Bereicherung“.

Mike Khunger, neuer Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, nannte die Veranstaltung ein „großartiges Kulturangebot“ und zeigte sich erfreut, dass die jüdische Kultur und jüdisches Leben nach der Shoa wieder einen Platz in Münster gefunden hätten. Kultur, so Khunger, möge ein verständnisvolles Miteinander in der Stadt fördern.

"Beeindruckendes Programm"

Von einem „beeindruckenden Programm“ sprach der Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Prof. Dr. Johannes Schnocks. Auch er sprach von einem „großen Geschenk“, dass jüdische Kultur wieder die deutsche Kultur mitgestalte.

Zugleich wies er darauf hin, dass diesmal ausschließlich Frauen das Programm gestalten werden – während noch vor wenigen Jahren weibliche Vertreter jüdischer Kultur eher die Ausnahme gewesen seien.

Drei Lesungen

Unter dem Motto „Kritisch, ironisch, unangepasst“ führte Ellen Presser von der Jüdischen Kultusgemeinde München die rund 60 Zuhörer in die deutsch-jüdische Gegenwartsliteratur ein.

Im Rahmen der Kulturtage sind in den kommenden Wochen drei Lesungen geplant: mit Dana von Suffrin (30. August), Lena Gorelik (6. September) sowie Anja Bilabel und Sabine Fröhlich (22. September) – jeweils um 19.30 Uhr in der Jüdischen Gemeinde, Klosterstraße 8/9. Anmeldung: 0251/4924322.

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