1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Geschichten hinter dem Bild

  8. >

Digitaler Themenabend zur Provenienzforschung im LWL-Museum

Geschichten hinter dem Bild

Münster

Befindet sich im Bestand des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster NS-Raubkunst? Seit vier Jahren forscht das Museum zum Thema Provenienz. Am Mittwoch (13. April) wird diese oft mühsame Suche nach den Geschichten hinter dem Bild in einem digitalen Themenabend via Zoom vorgestellt.

Unter anderem die Provenienz des Werkes „Häuser in Optevoz, mit Apfelbaum“ (Maisons à Optevoz, Le Pommier) von Charles-Francois Daubigny, entstanden um 1850/1860, ist Teil des Digitalen Themenabends im LWL-Museum. Foto: LWL/Hanna Neander

Der nächste digitale Themenabend im LWL-Museum für Kunst und Kultur am Mittwoch (13. April) um 18 Uhr nimmt den vierten Internationalen Tag der Provenienzforschung zum Anlass, um im Internet über die aktuelle Forschung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe am Domplatz zu sprechen.

Im Fokus steht die Suche nach Kunstwerken, die in der Zeit von 1933 bis 1945 ihren zumeist jüdischen Besitzerinnen und Besitzern durch das nationalsozialistische Regime unrechtmäßig entzogen wurden. Die Besitzer mussten Objekte aufgrund von Flucht zurücklassen, wurden gezwungen, Werke zu verkaufen oder die Kunst wurde ihnen geraubt. Die Objekte gelangten in Umlauf, während das Wissen über ihre Herkunft und die Schicksale ihrer Vorbesitzer erst verschwiegen, später vergessen wurden.

Eigene Projektstelle für Provenienzforschung

Zur Klärung der Erwerbswege gibt es am LWL-Museum seit 2018 die Projektstelle für Provenienzforschung mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste. Ziel der Forschung ist es, herauszufinden, ob sich auch im LWL-Kunstmuseum NS-Raubkunst befindet.

Der digitale Themenabend vermittelt einen Einblick der Forschung anhand von einzelnen Objektbiografien der Sammlung. Welche Hinweise geben Spuren auf dem Objekt auf die Geschichte hinter einem Bild? Was ist von Fotos, Briefen, Ausstellungs- und Auktionskatalogen über ein Objekt zu erfahren? Eine lückenlose Rekonstruktion der Objektbiografie gelingt trotz aufwändiger Recherche nicht immer, denn verloren gegangene Quellen und andere Fährten führen immer wieder in Sackgassen.

Provenienzforscherin stellt sich Fragen

Die Teilnehmer am Themenabend haben die Möglichkeit, sich digital mit Provenienzforscherin Eline van Dijk sowie den Kunstvermittlerinnen und -vermittlern des Hauses auszutauschen und Fragen über den Chat zu stellen. Die Veranstaltung wird kostenfrei via Zoom übertragen, eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig (Meeting-ID: 64268704653, Kenncode: 95329711).

Das LWL-Museum veranstaltet ein Mal im Monat einen digitalen Themenabend auf der Plattform Zoom. Dabei kommen Wissenschaftler und Kunstvermittler ins Gespräch und durchleuchten Werke des Museums zu einem ausgewählten Thema.

Startseite
ANZEIGE