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Münsters Landwirte starten mit der Gerste

Getreideernte hat begonnen

Münster

Auf den Getreidefeldern wird nun geerntet. Als Erstes steuern Münsters Landwirte mit ihren Mähdreschern auf die Gerstenfelder.

Mit der Gerste geht die Getreideernte los. Die Landwirte bitten die Bevölkerung um Verständnis bei Verkehrsbeeinträchtigungen. Foto: WLV

Die Staubwolken über den Kornfeldern Münsters zeigen es: Die Gerstenernte ist in vollem Gange. Nachdem das Korn herangereift ist, rücken die Landwirte mit schweren Maschinen auf die Äcker aus. Wenn sich das Mähwerk über den Getreidefeldern senkt, dauert es je nach Wetterlage nur wenige Tage, bis das Korn auf die Höfe eingefahren und der Rest der Pflanze zu großen Strohballen weiterverarbeitet wurde.

Nach drei sehr trockenen Jahren hat sich die Lage auf den Feldern nach Angaben des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) durch ausreichende Niederschläge im ersten Halbjahr 2021 entspannt, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Durch das wenig beständige Wetter wird die Gerstenernte vermutlich noch einige Tage andauern.

Maschinen sind immer leistungsfähiger

„In kurzen Zeitfenstern werden heute große Erntemengen vom Feld zum Hof, zum Handel oder zum Verarbeiten gefahren“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes.

Die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Maschinen, die zur Ernte des Getreides eingesetzt werden, sind immer leistungsfähiger, aber auch größer. „Wir hoffen auf das Verständnis der Bürger, wenn durch große Maschinen der Verkehr hier und da ein wenig zähflüssiger läuft – die Landwirte müssen gutes Wetter nutzen, um das Getreide trocken einzufahren.“ Die nun geerntete Wintergerste wurde bereits im Herbst des Vorjahres ausgesät. Gerste ist neben dem Weizen eine der am häufigsten angebauten Getreidearten. „Wir benötigen die Gerste zur Schweinemast und der Fütterung der Sauen, aber auch für unser Milchvieh ist sie unverzichtbar“, so Landwirtin Susanne Schulze Bockeloh. Der noch auf den Feldern stehende Weizen wird traditionell im Juli und August geerntet, im Spätsommer folgt dann der Mais, der aktuell noch mitten im Wachstum steht.

Gerste dient zur Fütterung

„Vorab-Prognosen sind immer schwierig, weil sich eine Witterung auch kurzfristig auf das Ernteergebnis auswirken kann und unsere Böden unterschiedliche Qualitäten haben“, so Schulze Bockeloh. Insgesamt werden in Münster auf rund 7000 Hektar Getreide angebaut. Damit macht das Getreide fast zwei Drittel der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche (14.000 Hektar) im Verbandsgebiet aus, so der WLV.

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