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Glasfaserausbau

Stadtwerke und Telekom freuen sich über Kooperation beim Netzausbau

Münster

Der Ausbau des schnellen Internets per Glasfaser wird in Münster durch die Kooperation von Stadtwerken und Telekom vorangebracht. Familie Jung aus der Rudolfstraße freut sich über die Früchte der Zusammenarbeit.

Von Karin Völker

Als Erstkunden im schnellen Glasfasernetz in Mauritz West begrüßten Michael Hagspihl (l.), Vorstandsmitglied der Telekom und Sebastian Jur­czyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster (r.) Familie Jung in ihrer Wohnung an der Rudolfstraße. Foto: Christoph Handwerk

Internet per Kupferleitung war früher in Mauritz-West. Nun kommt das Internet bei Familie Jung in der Rudolfstraße durch das von Stadtwerken und Telekom frisch verlegte Glasfaserkabel.

Die Übertragungsgeschwindigkeit bei Familie Jung hat sich von 50 auf 100 Mbits gesteigert, möglich wäre sogar ein Geschwindigkeit bis zu einem Gbit, erklärt Michael Hagspihl. Der gebürtige Münsteraner ist „Senior Vice President Global Strategic Projects and Marketing Partnerships“ bei der Telekom. Der Konzern hat zusammen mit den Stadtwerken Münster eine Kooperation begründet, um möglichst schnell möglichst viele Haushalte an das Glasfasernetz zu bringen.

Nächstes Stadtviertel: Kinderhaus West

In Münster kommt als nächstes Stadtviertel Kinderhaus-West an die Reihe, erklärt Hagspihl, der am Montag die Familie Jung als Erstkunden mit kleinen Geschenken begrüßte. Zur Veranschaulichung der neuen Technik hatte Hagspihl auch ein Stück Glasfaserkabel mitgebracht, wie es jetzt die Stadtwerke vor dem Mehrfamilienhaus verbuddelt haben. Die Kooperation mit dem städtischen Versorger sei ein großer Vorteil, sagt auch Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk. „Wenn das Glasfaserkabel verlegt wird, können wir gleich unsere anderen Leitungen für Strom und Wasser prüfen und gegebenenfalls erneuern“, erklärt Jurczyk. Mit anderen Worten weniger Bauarbeiten auf den Straßen Münsters.

Die neue Übertragungsgeschwindigkeit ermöglicht es den Jungs nun, in ihrer Wohnung stabiler zu surfen. Tochter Milla, die in den vergangenen zwei Jahren häufig im Homeschooling ebenso darauf angewiesen war wie Mutter Katrin, die als Lehrerin arbeitet, bestätigt das: „Es läuft“.

Teurer ist das Internet per Glasfaser per se nicht – er zahle nicht mehr als vor der Umstellung, sagt Andreas Jung. Auch über andere Anbieter kann das neu verlegte sogenannte FTTH-Netz (Fiber to the home, also, Glasfaser bis ins Haus) bezogen werden, betonen die Kooperationspartner.

Netz ist auch über andere Anbieter verfügbar

Das Glasfasernetz der Telekom

Mit dem Tempo des Ausbaus der schnellen Leitungen sind Hagspihl und Jurczyk zufrieden. Bis 2030 soll ganz Münster am Glasfasernetz hängen. Aktuell werde der Bereich Neutor vermarktet, in Kinderhaus-West beginne die Vor-Vermarktung im Mai, so Hagspihl, stolz darauf, dass die Zusammenarbeit des Konzerns mit dem lokalen Versorger Stadtwerke nun als „Münster-Modell“ auch in München, Essen, Hamburg und anderen Großstädten Anwendung findet. Das Ziel dabei: Mehr Tempo beim Ausbau des schnellen Netzausbaus in ganz Deutschland.

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