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Kommentar zur Wahl in Münster

Die Grünen auf der Überholspur

Münster

Die Grünen gewinnen die Bundestagswahl in Münster. Ihre Entwicklung geht steil bergauf bei den vergangenen Wahlen. Und das hat Gründe. Ein Kommentar.

Von Ralf Repöhler

Die Grünen sind in Münster klarer Wahlsieger der Bundestagswahl 2021. Foto: dpa

Unbestritten, es ist ein grüner Triumph. Maria Klein-Schmeink sichert sich das erste Direktmandat für ihre Partei in Münster. Die Grünen holen die meisten Zweitstimmen – gleich doppelt so viele wie auf Bundesebene. Ginge es nach den meisten Münsteranerinnen und Münsteranern, dann würde Annalena Baerbock durchaus Bundeskanzlerin werden.

Während CDU und SPD deutlich unter 30 Prozent fallen, sind die Grünen mit Lastenrad und Tempolimit auf der Überholspur. Das Verblüffende: Sie sprechen in Münster schonungslos an, dass sie die Kernstadt autofrei gestalten wollen. Die Wählerinnen und Wähler setzen trotz oder gerade wegen aller restriktiven und teils auch ideologischen Ansichten ihr Kreuz bei den Grünen. Ein grünes Wunder ist das nicht: Die Partei erreicht gerade die meisten und vor allem neuen Milieus in einer in den vergangenen Jahren bunter gewordenen Stadtgesellschaft im studentisch-akademisch geprägten Münster.

CDU benötigt Erneuerung

Der Volkspartei CDU gelingt das aktuell nicht. Ehrenvorsitzender Polenz mahnt zu Recht eine Blutauffrischung an, auch wenn es Kandidat Nacke noch nach Berlin geschafft hat. Sein hinterer Listenplatz zog allerdings nur, weil die Partei so schlecht abgeschnitten hat.

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