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Zwei Konzerte in der Friedenskapelle

Grün-weiß gestreifte Zucchini-Matrosen

Münster

Das Meer ist nicht blau, das Meer ist grün. Erst recht, wenn es von den Zucchini Sistaz besungen wird. Die drei fluteten jetzt die Friedenskapelle.

Von Maria Conlan

Das ist die Liebe der Zucchini Sistaz: Die drei Musikerinnen setzten die Friedenskapelle musikalisch unter Wasser. Foto: con

Die Trompete brauste wie die Brandung, der Bass war der rhythmische Fels im Meeresrauschen, und die Gitarrenklänge tanzten wie kleine Wellen durch den Saal. Meer- und mehrstimmige Gesangsharmonien und lockeres, lustiges Geplauder charakterisierten „Ein Tag am Meer“ – das neue Programm der Zucchini Sistaz, das sie am Wochenende zwei Mal in der Friedenskapelle präsentierten.

„Ihr seid eine Perle, ein Schatz vom Meeresgrund“, so umschmeichelte Tina Werzinger das Publikum. Und die drei Musikerinnen strahlten von der Bühne um die Wette. Sie besangen das Meer und Matrosen mit schmutzigen Hosen, Bademeister Basti aus Bad Bentheim, beschrieben musikalische grüne kulinarische Genüsse und die Monotonie in der Südsee. Sie sangen auf Englisch, auf Französisch, aber meistens auf Deutsch. Mit Witz, Selbstironie, viel Temperament und Liebe zum Detail gestalteten sie den Abend. Gastgeber Tim Eberhardt war glücklich, dass dieses zweite Konzert nach so langer Pause über die Bühne gehen konnte.

"Kultur kann wieder stattfinden"

Bass, Gitarre und Ukulele ruhten auf grün-weißen Liegestühlen: Matrosenkleidung geht bei den Zucchini Sistaz auch grün-weiß gestreift. Die drei Musikerinnen sangen nicht nur ausdrucksstark, sondern spielten meisterhaft ihre Instrumente, tanzten, lachten, plauderten, alberten, summten, schnalzten, klatschten und sorgten mit ihrem Outfit für einen Augenschmaus.

Sinje (Schnittchen) Schnittker glänzte an den Blasinstrumenten, einem Mini-Schifferklavier und zahlreichen Perkussions­instrumenten von Kochlöffel bis Xylofon. Jule Balandat schaffte es sogar, Trommel und Kontrabass gleichzeitig zu spielen – und Tina „La“ Werzinger tanzte oft Gitarre spielend über die Bühne. „Kultur kann wieder stattfinden, wenn Sie hingehen“, verkündete Werzinger beim Schlussapplaus und anschließend beglückten sie die Zuhörer mit Zugaben. Standing Ovations gab es zum Abschluss dieses kurzweiligen und unterhaltsamen Abends.

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