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Projekt am Hansaring

Am Hafenmarkt wird wieder gebaut

Münster

Die Stadt hat die Baugenehmigung für den Hafenmarkt erteilt. Damit sind am Dienstag – nach mehr als dreijähriger Unterbrechung – die Bauarbeiten wieder aufgenommen worden. Derweil kündigten die Gegner des Projekts rechtliche Schritte an.

Von Martin Kalitschke

Nach dreijähriger Unterbrechung sind am Dienstag wieder die Bauarbeiten am Hafenmarkt aufgenommen worden. Bis Ende kommenden Jahres sollen sie abgeschlossen sein. Foto: Matthias Ahlke

Nach dreijähriger Unterbrechung sind am Dienstag wieder die Bauarbeiten am Hafenmarkt aufgenommen worden. Tags zuvor hatte die Stadt den Investoren der münsterischen L. Stroetmann-Gruppe die Baugenehmigung übergeben. Ob nun tatsächlich bis zum geplanten Abschluss der Arbeiten Ende 2023 durchgebaut werden kann, ist allerdings ungewiss. Die Gegner des seit Jahren umstrittenen Projekts kündigten am Dienstag an, dass sie gegen die nun erteilte Baugenehmigung rechtlich vorgehen wollen.

Erst einmal war jedoch beim Investor die Freude über die Baugenehmigung groß. „Damit wird der nächste Meilenstein für die Fertigstellung der seit über drei Jahren ruhenden Baumaßnahme gelegt“, so Max Stroetmann. „Ich freue mich, dass die Stadtentwicklung an diesem Standort wieder Fahrt aufnimmt“, ergänzt Lutz Stroetmann. „Neben den Handelsnutzungen und umfangreichen Flächen für Wohnungen, Büros und einem kleinen Park werden wir auch ganz neue Wegeverbindungen in Richtung Stadthafen schaffen. Hafen- und Hansaviertel werden profitieren, davon bin ich überzeugt.“ Errichtet werden in dem multifunktionalen Zentrum auch eine Einrichtung für betreutes Wohnen, zwei Großtagespflegen für Kinder und eine Quartiersgarage.

Gegner des Hafenmarktes wollen erneuten Baustopp

Rainer Bode von der Initiative „Zukunft Hafen“ betonte am Dienstag gegenüber unserer Zeitung, dass die Gegner des Hafenmarktes „fest entschlossen“ seien, erneut einen Baustopp zu erwirken. „Wir werden gegen die Genehmigung angehen“, so Bode. Konkrete Schritte will Bode mit seinen Mitstreitern in der kommenden Woche bekanntgeben.

Derweil verspricht der Investor den Nachbarn in einem Rundbrief, dass die Belastungen geringer ausfallen sollen als in der ersten Bauphase von Januar 2018 bis Februar 2019. Aushub- und Gründungsarbeiten seien längst abgeschlossen, Tiefgarage und zwei Drittel des Hochbaus bei Baustopp Anfang Februar 2019 schon realisiert gewesen. Für die noch zu errichtende Markthalle und den Baukörper am Hansaring müssten noch Fertigteile angefahren werden. Nach Abschluss der Hochbauarbeiten in wenigen Monaten gehe es vor allem um den Innenausbau. Bauleiter Dirk Hülsmann geht davon aus, dass in etwa vier Wochen wieder so viele Bauarbeiter wie vor dem Baustopp auf der Baustelle sein werden – rund 130.

Bauarbeiten sollen Ende 2023 abgeschlossen sein

Der Genehmigung war laut Stadt ein umfangreicher planerischer Prozess vorausgegangen, nachdem das Oberverwaltungsgericht den Bebauungsplan für das ursprünglich geplante Hafen-Center 2018 für unwirksam erklärt hatte. Für den Hafenmarkt wurde daraufhin ein neuer Bebauungsplan aufgestellt und die Änderung des Flächennutzungsplanes vorgenommen. Der Rat beschloss den neuen Bebauungsplan am 6. April, während die Bezirksregierung die Änderung des Flächennutzungsplanes am 29. Juni genehmigte.

Voraussichtlich 2023 wird neben der Baustelle für die neuen Gebäude auch am Hansaring eine Baustelle entstehen, damit die geplante Quartiersgarage und der Hafenmarkt an eine geplante Ampelanlage angebunden werden können. Um Schallauswirkungen des Hafenmarktes zu begegnen, hatte der Rat einer vertraglichen Regelung mit den Bauherren zu einem Lärmsanierungsprogramm in den betroffenen Straßenabschnitten zugestimmt, betonte die Stadt am Dienstag.

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