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Umfrage der Handwerkskammer

Handwerk erwartet weiter steigende Einkaufspreise

Münster

Blitzumfrage der Handwerkskammer Münster: Demnach erwarten die Betriebe steigende Einkaufspreise. Präsident Hans Hund richtet einen Appell an Politik und Auftraggeber.

Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster Foto: HWK Münster

Im Kammerbezirk Münster erwarten 86 Prozent der Handwerksbetriebe steigende Kosten in den kommenden sechs Monaten. Das zeigt die Blitzumfrage der Handwerkskammer (HWK) Münster, an der sich 569 Betriebe aus dem Kammerbezirk beteiligten.

Am meisten werden steigende Einkaufspreise für Energie, Rohstoffe und Material vom Nahrungsmittelhandwerk (95 Prozent), Bauhauptgewerbe (94 Prozent) und Gesundheitsgewerbe (92 Prozent) prognostiziert, teilt die Handwerkskammer mit. Gründe sehen die Betriebe im Krieg in der Ukraine und der Pandemie. Am wenigsten betroffen sind die personenbezogenen Dienstleister. Starke Beschaffungsprobleme spüren das Kraftfahrzeug-, das Bauhauptgewerbe und die Anbieter für den gewerblichen Bedarf.

Appell an öffentliche Auftraggeber

HWK-Präsident Hans Hund sieht die Politik gefordert, die Betriebe schnell und unbürokratisch zu entlasten, besonders bei den Energiekosten. An öffentliche Auftraggeber appelliert er, Preisgleitklauseln zu ermöglichen.

Der Arbeitsmarkt hat sich zuletzt weiter entspannt. Kurzarbeit als Pandemiefolge und Personalabbau wurden reduziert. 97 Prozent der Befragten konnten in den letzten Wochen ihre Beschäftigten halten. Die Umsätze sind mäßig beeinträchtigt. 13 Prozent spüren Liquiditätsengpässe.

94 Prozent der Betriebe behalten Infektionsschutz bei

Für den Infektionsschutz behalten 94 Prozent der Betriebe ihre Maßnahmen eigenverantwortlich bei. Für handwerkliche Tätigkeiten sind laut Corona-Schutzverordnung zwar keine Maßnahmen mehr vorgesehen, allerdings verpflichtet die Arbeitsschutzverordnung zu einem betrieblichen Hygienekonzept. „Wer beim Besuch eines Friseurs oder Kosmetikers und in Läden von Gesundheitshandwerkern Maske trägt, schützt sich selbst und erleichtert zugleich den dort Tätigen ihren Arbeitstag“, ermuntert HWK-Präsident Hans Hund.

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