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Bahnhofsumfeld

Körperverletzungen und Raubdelikte: Fünf Kriminelle festgenommen

Münster

Erfolgreiche Ermittlungen der Polizei rund um den Hauptbahnhof: In den vergangenen Tagen haben Polizisten gleich mehrere Kriminelle festgenommen. Ihnen werden teils schwere Straftaten vorgeworfen.

Die Polizei Münster hat rund um den Hauptbahnhof fünf Kriminelle festgenommen. Foto: Polizei Münster

Nach zum Teil umfangreichen Ermittlungen am Bremer und Berliner Platz sitzen fünf Kriminelle aus dem Bahnhofsumfeld nach begangenen Körperverletzungen, Raubdelikten oder Drogendelikten in Untersuchungshaft. „Das ist ein Erfolg des konzertierten Einsatzes unserer Kolleginnen und Kollegen des Streifendienstes und unserer verdeckt arbeitenden Ermittlerinnen und Ermittler“, machte Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf in einer Pressemitteilung der Polizei deutlich. „Wir werden mit unseren Aktionen an diesem Brennpunkt nicht nachlassen. Im Gegenteil: In den nächsten Wochen werden wir intensiv daran weiterarbeiten.“

Bereits Ende Oktober verletzte ein 29-Jähriger im Park an der Engelenschanzen einen Mann schwer. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte er nach einem verbalen Streit mit einem Ast auf einen Mann eingeschlagen. Zeugen stoppten den Täter, als er auf das am Boden liegende Opfer weiter einprügelte. Der 29-Jährige flüchtete. Zeugen und ein Kriminalbeamter aus Bielefeld, der sich privat in Münster aufhielt, stellten ihn nach Angaben der Polizei noch in der Nähe. Der Mann ist bereits mehrfach wegen gefährlicher Körperverletzungsdelikte im Bahnhofsumfeld aufgefallen. Ein Richter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den 29-Jährigen. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Diebstähle und Angriffe mit Pfefferspray

Am 5. November nahmen Polizisten um 1.15 Uhr an der Windthorststraße einen 24-Jährigen und um 2.55 Uhr am Berliner Platz einen 22-Jährigen fest. Der 24-Jährige hatte zuvor einem Passanten während eines Gesprächs in die Hosen- und Jackentaschen gegriffen und ein Smartphone samt Kopfhörer entwendet. Als der Mann aus Berlin sein Handy zurückforderte, sprühte der 24-Jährige ihm Pfefferspray ins Gesicht. Polizisten auf Streife wurden auf die Situation aufmerksam und nahmen den 24-Jährigen fest. Er ist bereits erheblich wegen Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten.

Nicht einmal zwei Stunden später sprühte der 22-Jährige ebenfalls mit einem Pfefferspray in das Gesicht eines Münsteraners, der zwei Frauen unterstützte, die von dem Mann angesprochen worden waren. Polizeibeamte stellten ihn auf der Flucht und fanden laut der Pressemitteilung bei der Durchsuchung 140 Euro Bargeld, das Reizgas und zwei Smartphones.

Zwölf Straftaten innerhalb eines Monats

Da die Vermutung bestand, dass die Handys und das Bargeld aus Straftaten stammen, stellten sie alle Gegenstände sicher. Der 22-Jährige ist nach Angaben der Polizei bereits mehrfach in Erscheinung getreten. Allein im Oktober soll er zwölf Straftaten begangen haben, unter anderem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, sexuelle Belästigung und Körperverletzungsdelikte.

Richter erließen auf Antrag der Staatsanwaltschaft für beide Männer Haftbefehle. Auch sie befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

Festnahme nach monatelangen Ermittlungen

Am Bremer Platz nahmen Polizisten am Montagmorgen (7. November) nach monatelanger Ermittlungsarbeit zwei Männer fest, die dort mehrfach, zeitweise täglich, Kokain-Bubbles verkauft hatten. Bei den Kontrollen und der Festnahme führten sie Zugtickets aus dem Ruhrgebiet mit. Auch für dieses Duo erließ ein Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl.

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