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"Titanic"-Magazin

Heftige Diskussionen nach Satire-Beitrag über Münster-Tatort und Liefers

Münster

Wie weit darf Satire gehen? Das Magazin "Titanic" hat mit einem Beitrag in den sozialen Netzwerken über den Münster-Tatort und Schauspieler Jan Josef Liefers diese Frage aufgeworfen – wieder einmal.

Von Jonas Wiening

Jan Josef Liefers sorgte seit Beginn der Corona-Pandemie des Öfteren für fragwürdige Schlagzeilen. Foto: ZDF

Der US-Schauspieler Alec Baldwin erschießt bei den Dreharbeiten zu einem neuen Westernfilm eine Kamerafrau und verletzt den Regisseur schwer. Anscheinend ein tragischer Unfall - die Polizei ermittelt. Dieser Vorfall, der weltweit für Aufsehen gesorgt hat, ist erst wenige Tage alt. Der Schock und die Fassungslosigkeit sitzen noch tief. Für das Satire-Magazin "Titanic" offenbar kein Grund, dieses tragische Ereignis nicht für einen Witz zu nutzen. Oder es eben genau deswegen zu nutzen?

In den sozialen Netzwerken postete das Magazin ein Bild von Jan Josef Liefers und titelte dazu: "Bedauerlicher Vorfall am Set vom Münster-Tatort - Jan Josef Liefers nicht erschossen."  Dazu hieß es bei Twitter und Instagram noch: "Til Schweiger erhebt schwere Vorwürfe."

Negativ-Schlagzeilen für Liefers

Die "Titanic" spielt mit dieser Headline nicht nur auf den Vorfall rund um Alec Baldwin an, sondern auch auf die Negativ-Schlagzeilen rund um Jan Josef Liefers seit Beginn der Corona-Pandemie. Der einst so beliebte "Tatort"-Rechtsmedziner hatte mit seiner scharfen Kritik an den Corona-Maßnahmen und dem Besuch einer Intensivstation mit anschließendem verharmlosendem Interview bei "Bild-TV" für Aufsehen gesorgt und sich bei vielen Menschen unbeliebt gemacht. In den sozialen Netzwerken hagelte es immer wieder heftige Kritik für Liefers.

Kritik muss sich jetzt auch das Magazin "Titanic" stellen. Der Beitrag zu Liefers und dem Münster-"Tatort" sei "menschenverachtend", "geschmacklos" oder "geht zu weit", beschweren sich Nutzer in den sozialen Medien. Für andere widerum scheint die Satire "auf den Punkt" zu sein. 

Das "Titanic"-Magazin selbst dürfte mit der Kritik und der Diskussion um ihren Beitrag umzugehen wissen. Es ist nicht das erste Mal, dass nach Beiträgen des Magazins die Frage nach Grenzen der Satire aufgeworfen wird. Jan Josef Liefers selbst hat sich zu dem Beitrag bis jetzt nicht geäußert. 

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