1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Herausforderung besonders für Personen mit Beeinträchtigung

  8. >

Fußverkehrs-Check in der Innenstadt

Herausforderung besonders für Personen mit Beeinträchtigung

Münster

Wo sind die größten Herausforderungen im Straßenverkehr für Fußgänger? Diese und adere Fragen sollte der Fußverkehrs-Check in der Innenstadt beantworten. Die Ergebnisse waren für manche überraschend.

Von Julian Alexander Fischer

Der Projektverantwortliche Niklas Rischbieter (3.v.l.) führte die Bürger an verschiedene Punkte der Altstadt, um dort mit ihnen die Sicherheit für Fußgänger zu diskutieren. Foto: Julian Alexander Fischer

Münster rühmt sich gerne als Fahrradstadt, in der viel für die Optimierung des Verkehrs auf zwei Rädern unternommen wird. Dass andere Verkehrsteilnehmer dabei manchmal vernachlässigt werden, zeigte der Fußverkehrs-Check. Bei dem Projekt des Landesverkehrsministeriums sollen die Anliegen des Fußverkehrs stärker in den Fokus gerückt werden.

Nach einem planerischen Workshop zum Auftakt stand eine örtliche Begehung verschiedener Orte in der Innenstadt an. Auf der Route vom Schlossplatz über den Überwasserkirchplatz und den Bült bis zur Promenade sollten Bürger ihre Sicht auf die Verkehrssituation für Fußgänger erläutern.

Eine wesentliche Erkenntnis war dabei, dass vor allem Menschen mit Beeinträchtigungen oftmals vor Herausforderungen gestellt werden. So sind die Bürgersteige an vielen Stellen wie in der Frauenstraße kaum passierbar, da parkende Fahrräder und Sitzplätze der Außengastronomie den Platz einnehmen. „Eine mögliche Lösung ist eine Begegnungszone, in der es keine Trennung von Fahrbahn und Bürgersteig gibt, sodass alle Teilnehmer automatisch mehr Rücksicht nehmen müssten“, schlug der Projektverantwortliche Niklas Rischbieter vor. Der Mitarbeiter des Planungsbüros Planersocietät hatte die Führung vorbereitet und zeigte neben den Problemen auch mögliche Lösungen auf.

Dass die Anzahl der auf den Straßen parkenden Autos vermindert werden müsse, darüber waren sich letztlich alle einig. Wiederkehrendes Thema war zudem die geringe Anzahl an öffentlichen Sitzmöglichkeiten, um älteren oder eingeschränkten Fußgängern eine Pause zu ermöglichen.

Eine positive Situation konnten die Teilnehmer letztlich aber auch finden. „Die Ampeln an der Promenade sind fantastisch. Ansonsten besteht für Kinder oder Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Querung oftmals Lebensgefahr“, schilderte eine Teilnehmerin ihre Erfahrungen.

Am Mittwoch, 6. Oktober, wird es einen weiteren Fußverkehrs-Check geben, dann auf einer Route durch Roxel. Anmeldungen per E-Mail an fussverkehr-2021@stadt-muenster.de.

Startseite